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Pressegespräch Metzler Private Banking - Portfoliomanagement: Investment-Strategie 2010

Metzler Private Banking – Portfoliomanagement: Investment-Strategie 2010

•Weltwirtschaft im Jahr 2010 weiter mit kräftiger zyklischer Erholung
•Aktien attraktivste Anlageklasse – sorgfältiges Stock-Picking immer wichtiger

Aktienmärkte
"Wir befinden uns im Frühjahr 2010 am Übergang zur dritten Phase eines vor einem Jahr begonnenen primären Aufwärtstrends" so Frank Naab, Leiter Portfoliomanagement beim Metzler Private Banking, am 20. April 2010 anlässlich eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main. Der Aufwärtstrend an den Börsen dürfte seiner Einschätzung nach auch in seinem zweiten Jahr und trotz des fortgesetzten Reifegrades intakt bleiben. Die weltweit positiven Rahmenbedingungen für die Volkswirtschaften und die damit vielversprechenden Gewinnaussichten für die Unternehmen lassen ihm Aktien weiterhin attraktiv erscheinen - vor allem gegenüber anderen Anlageklassen. Die richtige Auswahl von Branchen und Einzeltiteln werde aber an Bedeutung für den Anlageerfolg gewinnen. "Diesseits und jenseits des Atlantiks herrschen gute Rahmenbedingungen für Aktien", so Naab. Der für 2010 zu erwartende robuste Aufschwung der Weltwirtschaft lasse Spielraum für einen Anstieg der Unternehmensgewinne, der über den derzeitigen Erwartungen liegen dürfte. Damit einher gingen nach fundamentalen Kriterien keinesfalls übertrieben hohe Bewertungen: In Europa seien die Aktienrisikoprämien beispielsweise so attraktiv wie seit 20 Jahren nicht mehr – zum Beispiel gemessen an der Dividendenrendite. Auf Basis der Gewinnschätzungen von Metzler für die kommenden zwölf Monate attestiert Naab sowohl US-amerikanischen als auch europäischen Dividendentiteln somit ein weiteres Kurssteigerungspotenzial von ca. 10-15 %.

Den Gewinnmargen der Unternehmen komme im Selektionsprozess die größte Bedeutung zu. Die Industrieunternehmen hätten die Kostenbremse so rasch und konsequent gezogen, dass sich die Vorsteuergewinnmarge auf einem höheren Niveau als in der vorangegangenen Rezession stabilisiert habe. Auch die Unternehmen aus anderen zyklischen Sektoren wie Konsumgüter sowie Grund- und Rohstoffe hätten ihre Produktivität sowohl in den USA als auch Europa gesteigert. Nachdem die Firmen aus diesen Branchen ihre Kosten bereits gut in den Griff bekommen hätten, dürften sie im Zuge einer sich deutlich erholenden Konjunktur steigende Umsätze ausweisen. Dies werde sich überproportional auf die Nettoergebnisse auswirken. Metzler halte daher fest an seiner starken Übergewichtung von Aktien aus den industriellen Sektoren und von Herstellern zyklischer Konsumgüter in den Kundenportfolios. Für ein stärkeres Gewicht von Titeln aus defensiven Sektoren wie Versorger und Telekommunikation ist es nach Einschätzung von Naab noch zu früh.

Die Chancen an den Börsen der Emerging Markets schätzt der Experte von Metzler differenziert ein: Während kurzfristig mit Gegenwind aufgrund der hohen fundamentalen Bewertung der Aktien und infolge des vorsichtigen Kurswechsels in der Geldpolitik zu rechnen sei, stelle sich die längerfristige Perspektive unverändert positiv dar. Insbesondere für die asiatischen Märkte sprächen ein überproportionales Wirtschafts- und Gewinnwachstum sowie eine vergleichsweise niedrige Verschuldung von Staat, Unternehmen und Privathaushalten. Leistungsbilanzüberschüsse, hohe Sparraten und mittelfristig günstige demografische Effekte runden das positive Bild nach Einschätzung von Naab ab.

Rentenmärkte
Die Aussichten auf steigende Inflationsraten in den USA und den Kernländern der Eurozone sowie die Belastung aus der Emission neuer Anleihen dies- und jenseits des Atlantiks lassen aus Naabs Sicht mittelfristig wenig Gutes für die Kursentwicklung von Staatsanleihen mit langen Laufzeiten erwarten. Er hält zehnjährige Staatsanleihen der USA und Deutschlands derzeit für überbewertet und schließt bei den derzeitigen Renditeniveaus - auf die Gesamtlaufzeit betrachtet - sogar die Möglichkeit negativer Realrenditen nicht völlig aus. Sobald die Marktteilnehmer begännen, eine Risikoprämie in Form höherer Zinsen für ein unsichereres Inflationsumfeld zu verlangen, sei zudem mit schmerzhaften Kursverlusten zu rechnen. Dementsprechend empfiehlt der Metzler-Experte für Privatkunden weiterhin Engagements in Anleihen mit kurzer und mittlerer Laufzeit. Zwar seien auch hier negative Realrenditen infolge steigender Inflationsraten zu befürchten, jedoch dürften die Kursverluste deutlich niedriger ausfallen, und die kurze (Rest-)Laufzeit erhöhe die Flexibilität der Anleger, auf ein verändertes Umfeld zu reagieren. Schuldner mit guter bis sehr guter Bonität, deren Anleihen auf Euro lauten und die einen Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen bieten, hält der Portfoliostratege von Metzler Private Banking weiterhin für attraktiv. Infrage kämen etwa deutsche Pfandbriefe und Anleihen einzelner Bundesländer, vereinzelt böten auch Unternehmensanleihen mit Anlagequalität noch attraktive Renditeaufschläge.

Im Staatsanleihensegment empfiehlt Naab weiterhin, den gestiegenen Inflationsrisiken mit inflationsindexierten Anleihen zu begegnen, wobei auch hier mittleren Laufzeiten der Vorzug zu geben sei. Dieses Teilmarktsegment erfreue sich immer größerer Beliebtheit – so hätten beispielsweise die chinesischen Behörden verlauten lassen, ihre zu einem großen Teil in US-Dollar gehaltenen Devisenreserven zukünftig in höherem Maße in solchen US-Staatsanleihen anlegen zu wollen, die einen Ausgleich für die Inflation bieten.

Obwohl Staatsanleihen der südlichen Länder aus der Eurogruppe mit einer Laufzeit von fünf Jahren derzeit beträchtliche Zinsaufschläge aufweisen, seien sie angesichts der aktuell hohen Unsicherheit am Markt noch keine Anlagealternative für risikobewusste Investoren.

Ausführlichere Informationen finden Sie in der Broschüre "Metzler-Investment-Strategie Private Banking", April 2010.


Ansprechpartner für Presseanfragen
Jörg-Matthias Butzlaff
Telefon (0 69) 21 04 - 49 75
E-Mail: MButzlaff@metzler.com