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"Netzwerk für Gehirnforschung und Lehre" ist "Ausgewählter Ort" im "Land der Ideen"

Das von der Metzler-Stiftung und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen gegründete Netzwerk "Netzwerk für Gehirnforschung und Schule" wurde als "Ausgewählter Ort 2008" im bundesweiten Innovationswettbewerb "365 Orte im Land der Ideen 2008" ausgezeichnet. Das "Netzwerk für Gehirnforschung und Schule" arbeitet daran, neue Ergebnisse der Hirn- und Lernforschung in den Schulalltag zu übertragen, um bei Kindern die Grundlagen für erfolgreiches Lernen zu schaffen."Hier wird Pionierarbeit im besten Sinne geleistet: Pionierarbeit, von der unsere Schulen, von der die Orte des Lernens, von der das einzelne Kind, die einzelne Lehrkraft, ja von der alle, die sich für Bildung interessieren, profitieren können", lobte Helmut Rau, der baden-württembergische Minister für Kultus, Jugend und Sport, in seiner Laudatio den Preisträger.

Das "Netzwerk für Gehirnforschung und Schule" forscht und evaluiert an der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften, Medizin und Pädagogik und ist damit Vorreiter auf diesem Gebiet in Deutschland. Die Initiatoren haben inzwischen fast 400 Schulen, Kindergärten und Einzelpersonen als Partner gewonnen. Gefördert wird das Netzwerk durch die "Albert und Barbara von Metzler-Stiftung", Frankfurt am Main. "Die Metzler-Stiftung sieht Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und als Investition in die Zukunft. Deshalb unterstützen wir die Arbeit des Netzwerks für Gehirnforschung und Schule", erklärte Stiftungsvorstand Sylvia von Metzler.

"Die Gehirnforschung zeigt nicht nur, dass wir zum Lernen geboren sind und gar nicht anders können als lebenslang zu lernen", erklärte Professor Manfred Spitzer, bekannter Neurowissenschaftler und Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm, das die Arbeit des prämierten Netzwerks koordiniert. "Die Gehirnforschung zeigt auch die Bedingungen für erfolgreiches Lernen - wie Aufmerksamkeit, Motivation, emotionale Beteiligung - und die Unterschiede des Lernens in verschiedenen Lebensphasen. Es gilt, das heute bereits Erforschte auch tatsächlich umzusetzen, um uns allen, egal in welchem Lebensalter, erfolgreiches Lernen und damit ein besseres Leben zu ermöglichen", so Spitzer.

"Das Netzwerk für Gehirnforschung und Schule ist ein Beispiel dafür, was Wissenschaft und Praxis zusammen in Deutschland bewegen können", betonte Elke Schröter von der Deutschen Bank bei der Urkundenübergabe. "Dieser Transfer aus der Wissenschaft in die Klassenzimmer ist eine echte Erfolgsgeschichte für unsere gesellschaftliche Zukunft", so Schröter. Die Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen" ruft gemeinsam mit der Deutschen Bank seit nunmehr drei Jahren den unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler stehenden Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" aus. Im Rahmen dieses bundesweiten Wettbewerbs präsentiert sich jeden Tag im Jahr ein Unternehmen, eine Institution, eine soziale oder kulturelle Einrichtung als "Ausgewählter Ort" der Öffentlichkeit und stellt damit neben Ideenvielfalt und Kreativität auch das Engagement der Menschen in Deutschland mit unter Beweis.