Metzler begrüßt die Trennung von Daimler und Chrysler und setzt auf weiter steigenden Aktienkurs
- Allianz zwischen Daimler und Chrysler war ein Desaster für die Aktionäre
- Trennung setzt Geld für F&E und Markenpflege frei
- Renditevorgaben mit 10 % ambitioniert
- Entwicklung umweltschonender Technologien zukunftsentscheidend
- Dividendenerhöhung und Aktienrückkaufprogramm positiv
Auf der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung der DaimlerChrysler AG bezieht Martin Luley für das Portfoliomanagement von Metzler Asset Management Stellung zur Strategie des Autokonzerns: „Neun Jahre Partnerschaft zwischen der einstigen Daimler Benz AG und der Chrysler Corporation bedeuteten nicht nur für das Management und die Mitarbeiter eine lange Leidenszeit, sondern waren auch ein Desaster für die Aktionäre.“ Die traurige Bilanz der diversen strategischen Experimente zeigte sich in einem stagnierenden Aktienkurs: Der Kurs bewegte sich 2006 um 40 Euro – und damit auf einem vergleichbaren Niveau wie 1991.
Wie schwierig es sei, eine zukunftstaugliche Strategie für ein Unternehmen zu entwickeln, dessen sei man sich bei Metzler durchaus bewusst. Martin Luley äußert einen einfachen Wunsch: „Als Portfoliomanager, der Verantwortung trägt für das Vermögen seiner Kunden, wünsche ich mir, dass Daimler wieder nach dem Stern greift, nicht nach dem ganzen Universum.“ Deshalb begrüßt Metzler die Trennung und die damit verbundene Namensänderung. Auch die positive Kursentwicklung seit der Bekanntgabe der Trennung gebe diesem Schritt Recht. Die Trennung vom Verlustbringer Chrysler setze Gelder für Forschung und Entwicklung frei, die nun der Pflege der Stammmarke Mercedes und den Nutzfahrzeugen zugute kommen.
Luley bewertet die Renditevorgaben im Pkw-Bereich als ambitioniert: „Eine Umsatzrendite von 10 % im operativen Geschäft spätestens im Jahr 2010 wäre ein Rekordniveau für Mercedes.“ Wichtig für die Zukunft sei die Entwicklung kostengünstiger umweltschonender Technologien, die ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind. Kooperationen können hier richtig und wichtig sein – etwa auf dem Gebiet der Hybridmotoren – sofern sie der Marke Mercedes ihren Glanz ließen. Als global gefragte Marke werde die Daimler AG von der steigenden Nachfrage nach Pkw und Nutzfahrzeugen mit hohem Qualitätsstandard profitieren. Dies dürfte den Aktienkurs auch langfristig stützen.
Das Portfoliomanagement von Metzler setzt heute wieder auf Aktien der Daimler AG, beobachtet die Unternehmensstrategie dabei aber genau. Darunter fällt auch der sorgfältige Umgang mit dem Kapital des Unternehmens, deshalb begrüßt Luley die höhere Dividendenzahlung und das Aktienrückkaufprogramm: „Wir sind optimistisch, dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt wird. Als Investoren sind wir dann zufrieden, wenn der Kurs der Daimler-Aktie wieder so strahlend glänzt wie der Mercedesstern.“
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