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"Comeback der Wachstumswerte": Experten-Konferenz in Frankfurt sieht Growth-Titel weiter im Aufwind


  • Wechsel der Performancetreiber seit Sommer 2007

  • Günstige Bewertungen bieten Einstiegschancen

  • Asiens Wachstumsmärkte mit besonderem Potenzial


Frankfurt, 6. Mai 2008 – Das Comeback der Growth-Werte sollte sich in 2008 weiter fortsetzen. Hierfür sprechen insbesondere die nachlassende Gewinndynamik sowie steigende Refinanzierungskosten für Unternehmen sowie die anziehenden Inflationsraten. Das Wachstumssegment bietet deshalb attraktive Investitionsmöglichkeiten und sollte bei Anlegern und Beratern wieder zunehmend in den Blickpunkt bei der Depotausrichtung rücken. Das waren die Kernaussagen der Experten von AllianceBernstein, Barings, Invesco und Metzler bei der zweiten Frankfurter Growth-Konferenz.

Wachstumsthemen beherrschen derzeit die globalen Anlagemärkte. Wichtige Impulse für das weltweite Wachstum gehen dabei von den sinkenden Produkti-vitätsunterschieden zwischen den Industriestaaten und den Emerging Markets aus. „Die globalen Ungleichgewichte zwischen reichen und ärmeren Ländern beginnen sich immer mehr zu verringern“, betonte Marino Valensise, Chief Investment Officer bei Baring Asset Management vor den institutionellen Besuchern der Konferenz. Nichtsdestotrotz sähen sich die weltweiten Finanzmärkte großen Herausforderungen ausgesetzt. Im Mittelpunkt stünden dabei die An-forderungen an die Notenbanken, die Preisstabilität im Blick zu behalten sowie der weltweit rasant steigende Bedarf an höherwertigen Lebensmitteln.

Wachstumstitel erreichen günstige Bewertungen
Da sich Anleger über Jahre hinweg bei Wachstumsaktien zurückgehalten hät-ten und ihnen trotz des jüngsten Comebacks vielfach auch weiterhin den Rü-cken kehren, hätten derzeit insbesondere US-amerikanische Growth-Titel besonders günstige Bewertungsniveaus erreicht. Hierauf verwies John Granholm, Senior Portfolio Manager bei AllianceBernstein. Wachstumstitel würden im historischen Vergleich mit extremen Bewertungsabschlägen gehandelt, so dass sich die Bewertungsabstände insbesondere zu Value-Titeln auf historischen Tiefstständen befänden. „Aus unserer Sicht signalisiert diese Entwicklung ein Ende des jahrelangen Gegenwinds, dem sich Wachstumsinvestoren ausgesetzt sahen“, so Granholm. Auch Heiko Veit, Senior-Portfoliomanager und Leiter des Growth-Bereichs der Metzler Investment GmbH, wies auf die stark „Value-orientierte“ Positionierung der Marktteilnehmer in den USA hin. „Das Verhältnis der Mittelzuflüsse von Growth-Fonds zu Value-Fonds hat sich seit Ende der neunziger Jahre fast halbiert. Auch inländische Investoren sind im Value-Segment noch weitgehend überinvestiert“, so Veit. Während sich in der Morningstar-„Growth“-Kategorie 35 Fonds mit einem Volumen von 10,4 Mrd. EUR befänden, bringe es die „Value“-Kategorie auf 132 Fonds mit einem mehr als viermal so hohen Volumen (47,2 Mrd. EUR).

Neue Performancetreiber für eine nachhaltige Wende
Als maßgeblich für die Wende zugunsten des Growth-Segments schätzten die Teilnehmer der Konferenz den Wechsel der Performancetreiber zur Jahresmitte 2007 ein. „Während die Aktienmärkte von 2003 bis Mitte 2007 weltweit bei einer hohen zyklischen Ertragsdynamik von dem starken wirtschaftlichen Aufschwung getragen wurde, profitieren nunmehr Wachstumstitel von der allgemein nachlassenden Gewinndynamik und steigenden Inflationsraten“, fasste der Metzler-Wachstumsexperte die Marktentwicklungen zusammen.

Asien: Gutes Umfeld für mehrjähriges Wachstum
Weite Teile Asiens werden getragen von einer hohen Nachfrage nach Infra-strukturinvestitionen. Zahlreiche Faktoren, wie z. B. das hohe Bevölkerungswachstum, die zunehmende Wirtschaftskraft, steigende Ausgaben der Regie-rungen sowie vielfacher Modernisierungsbedarf dürften dafür sorgen, dass dies auch in den kommenden Jahren so bleibt. Anleger in aussichtsreichen asiati-schen Wachstumsunternehmen sollten von diesem Trend profitieren können. Auch der private Verbrauch entwickele sich als Stütze der asiatischen Wachs-tumsmärkte, schätzt Alexander Lehmann, Geschäftsführer von Invesco As-set Management Deutschland, die weitere Entwicklung ein. „Die privaten Konsumausgaben in Asien wachsen fast doppelt so schnell wie der OECD-Durchschnitt. Besonders die junge Bevölkerung und steigende Einkommen stützen den Konsum“, so Lehmann. Außerdem trage die geringe Verschuldung privater Haushalte dazu bei, dass die asiatischen Konsumenten für die Zukunft bestens positioniert sind, um mehr auszugeben.

Ansprechpartner für Presseanfragen
Jörg-Matthias Butzlaff
Telefon (0 69) 21 04 - 49 75
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