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Nicht immer leicht: Vermögensallokation im Lebenszyklus

Um die Bedeutung der Vermögensallokation im Lebenszyklus für Privatanleger geht es im Interview mit Prof. Dr. Raimond Maurer, Inhaber des Lehrstuhls für Investment, Portfolio Management und Alterssicherung an der Goethe-­Universität in Frankfurt am Main. Nach seiner Einschätzung stehen Privatpersonen beim zielführenden Investieren in unterschiedlichen Lebensphasen vor weit größeren Herausforderungen als institutionelle Investoren.

Prof. Dr. Raimond Maurer, Inhaber des Lehrstuhls für Investment, Portfolio Management und Alterssicherung an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main
Prof. Dr. Raimond Maurer, Inhaber des Lehrstuhls für Investment, Portfolio Management und Alterssicherung an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Was waren Ihre Beweggründe, die Vermögensallokation im Kontext des Lebenszyklus näher zu erforschen?

Ich finde, dass dies ein reichhaltiges, herausforderndes und für breite Bevölkerungsschichten sehr relevantes Thema ist. Es findet Gehör sowohl in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft als auch in der Praxis bei Regulatoren, Politikern und in der Finanzindustrie. In einem solchen Umfeld fühle ich mich sehr wohl.

 

Was bedeutet „Investieren im Lebenszyklus“ ganz grundsätzlich überhaupt?

Investieren im Lebenszyklus umfasst nicht nur die Anlageentscheidungen, sondern bezieht die Spar- und Entnahmeentscheidungen privater Haushalte explizit mit ein. Dabei werden die verschiedenen Instrumente der Finanz-, Versicherungs- und Immobilienmärkte über die unterschiedlichen Phasen des Lebens berücksichtigt. Wobei die Präferenzen ebenso miteinbezogen werden wie der Familienstand, Investment-, Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Sterblichkeitsrisiken sowie institutionelle Rahmenbedingungen wie das Steuer- und Sozialversicherungsrecht. In Summe ein komplexes wie herausforderndes Unterfangen.

Wo sehen Sie die größten Unterschiede in der Vermögensallokation zwischen institutionellen Investoren und privaten Haushalten?

In beiden Fälle handelt es sich um eine Art Asset-und-Liability-Management. Allerdings haben dabei die privaten Haushalte mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen als institutionelle Investoren. Institutionelle Investoren müssen hauptsächlich die von ihnen abgegebenen Finanzgarantien mit ihren Vermögensanlagen finanzieren.


Private Haushalte müssen ihre Konsummöglichkeiten in der Zukunft durch kluge Investitionsentscheidungen in der Gegenwart finanzieren. Manchmal wollen sie auch Kapital vererben. Die Risiken, die dabei zu beachten sind, sind viel schwieriger und komplexer, als diejenigen, die institutionelle Investoren zu beachten haben. Institutionelle Investoren müssen sich vor allem um Finanzrisiken kümmern, können dabei auf Teams von Fachleuten zurückgreifen. Private Haushalte müssen neben Finanzrisiken auch Arbeitsmarktrisiken, Gesundheitsrisiken, Familienrisiken und vieles mehr ausdrücklich mit ins Kalkül ziehen und stehen meist alleine da.

 

Welche Rolle spielt der Faktor Zeit?

Finanzentscheidungen sind komplex und kosten Zeit. Man muss sich informieren, die Informationen einschätzen, sich über die eigenen Ziele und Notwendigkeiten klar werden, Risiken erkennen und bewerten und vieles mehr. All das kostet Zeit, die viele Privatpersonen ungerne freiwillig aufbringen. Ich kann das vollkommen nachvollziehen und trinke auch lieber in meiner Freizeit ein gutes Glas Wein, als mir stundenlang über Finanzplanung nicht nur Gedanken zu machen, sondern auch tatsächlich zu  handeln, was wiederum Zeit und Mühe kostet. Leider führt diese „rationale Trägheit“ dazu, dass man oft nichts macht, an dem  Status quo festhält und das Geld auf dem Girokonto lässt. Hier sollte meines Erachtens eine kostengünstige und gute Beratung ansetzen. Und schon bei der Konstruktion von Finanzprodukten, insbesondere solchen für die Altersversorgung, sollte antizipiert werden, dass viele private Haushalte eben zu dieser Trägheit neigen. Lebenszyklusfonds etwa schichten automatisch mit zunehmendem Alter von eher hohen Aktienanteilen in weniger riskante Assets um, was durchaus sinnvoll ist.

Vermögensallokation im Lebenszyklus | Metzler

Welche Risiken sind aus Ihrer Sicht für private Haushalte maßgeblich?

Zunächst sind die Investmentrisiken zu nennen, also die unsichere zukünftige Wertentwicklung der Assets. Doch es gibt noch viele weitere Risiken, die Einfluss auf die Anlageentscheidungen haben sollten: Arbeitsmarktrisiken, Gesundheitsrisiken und Langlebigkeitsrisiken gehören mit zu den wichtigsten.

 

Sind sich private Haushalte dieser Risiken bewusst und ordnen sie diese richtig ein?

Das ist schwer zu sagen. Ich vermute im Grundsatz ja, aber dies ins praktische Handeln umzusetzen ist nicht einfach.

Gibt es nationale Unterschiede in der Vermögensallokation, zum Beispiel im Vergleich US-amerikanischer und deutscher privater Haushalte?

Ja, die gibt es. In den USA sparen weniger Leute als in Deutschland. Wenn in den USA gespart wird, dann sind die Aktienanteile recht hoch, etwa 60 %. Dagegen ist die Aktienquote der deutschen Sparer weitaus geringer.

 

Gibt es eigentlich eine „optimale“ Vermögensallokation?

Natürlich gibt es eine theoretisch optimale Vermögensallokation, in der die Präferenzen, das Arbeitseinkommen, der Gesundheitszustand, die Familiensituation des jeweiligen privaten Haushalts und natürlich die steuerlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt sind. Es ist aber auch klar, dass dieses Optimum praktisch nicht einfach zu erreichen ist, denn dazu braucht es viel Rechenzeit, umfassende Kenntnisse und die Bereitschaft, etwas zu tun.


Doch darf ich hier Hoffnung verbreiten: Die Wissenschaft hat  in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht, solche Entscheidungsmodelle an die Realität anzupassen und aufgrund der rasanten Entwicklung in der Computertechnologie blitzschnell rechenbar zu machen. Früher brauchten wir an meinem Lehrstuhl für solche Rechnungen teilweise Wochen, heute geht das in wenigen Minuten. Mein Ziel ist es, die Rechenzeit unter eine Minute zu drücken und mit einer App allgemein verfügbar zu machen. Dann könnten Berater und private Haushalte selbstständig ihre eigenen Lebenszyklusmodelle durchrechnen. Das wird aber noch etwas dauern.

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Stand: Juli 2018