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Werbeinformation der Metzler Asset Management GmbH - 23.1.2019 - Edgar-Walk

Update der mittelfristigen Ertragserwartungen

Wir haben unsere konservativen Schätzungen für die mittelfristigen Ertragserwartungen um ein progressives Szenario ergänzt. Das progressive Szenario unterstellt einen längeren Anpassungsprozess von 14 Jahren zum Mittelwert, das konservative Szenario eine schnellere Anpassung von 7 Jahren.

Immer zu Jahresanfang veröffentlichen wir ein Update unserer Schätzungen zu den mittelfristigen Ertragserwartungen für verschiedene Finanzanlagen. Dabei unterstellen wir eine Basisertragskraft für jede Finanzanlage korrigiert um eine Rückkehr ihrer Bewertungen zum Mittelwert. Von Konjunkturszenarien sehen wir ab – vielmehr unterstellen wir im konservativen Szenario, dass ein typischer Konjunkturzyklus 7 Jahre dauert, während wir im progressiven Szenario von 14 Jahren ausgehen. Der Grund für die Erstellung eines progressiven Szenarios: Es mehren sich die Anzeichen, dass Konjunkturzyklen seit dem Zweiten Weltkrieg immer länger werden. 

Von 1802 bis 2012 erwirtschafteten Anleger mit US-Aktien durchschnittlich einen realen Gesamtertrag von etwa 6,6 %1 pro Jahr. Für alle betrachteten Aktienmärkte unterstellen wir auch auf Basis anderer Studien eine einheitliche Eigenkapitalrendite von 6,0 %. Um von der Eigenkapitalrendite zur Ertragsprognose für Aktien zu gelangen, sind noch zwei Anpassungen notwendig. Einerseits ist die Bewertung des Aktienmarktes (Kurs-Gewinn-Verhältnis) zu berücksichtigen, andererseits die Höhe der Gewinnmargen der Unternehmen. Hierbei gehen wir davon aus, dass sowohl die Bewertung am Aktienmarkt und als auch die Gewinnmargen der Unternehmen gleichmäßig zu ihrem historischen Mittelwert zurückkehren. 

Für den Rentenmarkt unterstellen wir, dass der Realzins der Maßstab der Bewertung ist. Hier unterstellen wir jedoch keine mittelfristige Rückkehr des Realzinses zum historischen Mittelwert, sondern eine Annäherung an den Wachstumstrend der betrachteten Volkswirtschaft. Der Wachstumstrend ist nämlich die Basis, um den Realzins mittelfristig überhaupt erwirtschaften zu können. Bei Unternehmensanleihen, High-Yield-Anleihen und Schwellenländeranleihen gehen wir dagegen von einer Rückkehr der Spreads zum historischen Mittelwert aus. Daneben berücksichtigen wir noch die durchschnittlichen Kreditausfallraten sowie Einbringungsquoten.
 
Zum Schluss schätzen wir noch die Kosten einer Währungssicherung, um den erwarteten Ertrag von Finanzanlagen in ausländischer Währung in Euro umrechnen zu können. In der Regel wird eine Währungssicherung über drei Monate abgeschlossen und danach regelmäßig nach drei Monaten über 7 Jahre hinweg erneuert. Die Kosten einer Währungssicherung ergeben sich dementsprechend aus der durchschnittlich zu erwartenden Differenz der Dreimonatszinsen über 7 beziehungsweise über 14 Jahre.

Durchschnittliche nominale Ertragserwartungen in Euro für die kommenden 7 und 14 Jahre markt:aktuell spezial – Ertragserwartungen
Quellen: Thomson Reuters Datastream, BofA Merrill Lynch, JP Morgan, MSCI, Metzler

* In Euro unter Berücksichtigung der Kosten einer Währungssicherung

1 Siehe Jeremy Siegel: Stocks for the Long Run

 

Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management
Edgar Walk

Chefvolkswirt , Metzler Asset Management

Edgar Walk arbeitet seit 2000 bei Metzler. Als Chefvolkswirt im Bereich Asset Management ist er für die volkswirtschaftlichen Prognosen verantwortlich. Aufgrund seiner engen Zusammenarbeit mit dem Portfoliomanagement liegt sein Fokus neben der volkswirtschaftlichen Analyse verstärkt auf Kapitalmarktthemen. Vor seiner Anstellung bei Metzler studierte Herr Walk in Tübingen Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Regionalstudien Ostasien und Japan. Zur Vertiefung seiner Studien verbrachte er ein Auslandssemester an der Doshisha-Universität in Kyoto (Japan). Am Institut für Weltwirtschaft in Kiel absolvierte er anschließend den Aufbaustudiengang „Advanced Studies in International Economic Policy Research“.

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