Jahresstrategietagung 2020 - 27.11.2019

Wandel und Umbrüche – an der Schwelle zu den 20er Jahren

„Toleranz ist manchmal eine Zumutung“ sagte Bundespräsident a. D. Joachim Gauck in seiner Rede, die den Auftakt der Jahresstrategietagung 2020 vom Metzler Asset Management bildete. Jedoch bedeute Toleranz nicht, jemanden zu mögen, sondern auch, jemanden zu ertragen. Er sprach über „Gesellschaft im Wandel – Verantwortung und Toleranz“ und plädierte für das Prinzip Vielfalt und Differenz für unsere Moderne. Etwa 200 Gäste von Kirchen und Stiftungen, aus Unternehmen, Verbänden, Banken und Sparkassen, von Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerken folgten Gaucks eindrucksvoller Rede.

Verhalten optimistisch blickt Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management, in das kommende Jahr. Zwar befinde sich derzeit die Wirtschaft in einer Grauzone zwischen moderater Erholung und Abschwung, jedoch könnten die lockere Geldpolitik, eine moderat expansive Fiskalpolitik und abnehmende politische Unsicherheiten Basis für eine Erholung im Jahr 2020 sein.

Im Themenblock „Die Mittelschicht unter Druck“ standen gesellschaftliche Umbrüche im Mittelpunkt. Daniel Goffert, Journalist und FOCUS-Chefkorrespondent sprach über die Angst der Arbeitnehmer vor dem Abstieg, Björn Böhning, beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales blickte auf die Herausforderungen, die der digitale Wandel dem Arbeitsmarkt bringt. Im Anschluss diskutierten sie unter der Leitung von Elisabeth Niejahr, Chefreporterin der Wirtschaftswoche, über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die künftige Arbeitswelt.

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