Cookies

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind für den Betrieb der Seite technisch oder rechtlich notwendig. Andere helfen uns, unser Onlineangebot stetig für Sie zu verbessern oder den Seitenbesuch für Sie komfortabler zu gestalten, indem Ihre Einstellungen gespeichert werden. Sie können Ihre Auswahl der akzeptierten Cookies individuell treffen und die Einstellungen jederzeit ändern. Weitere Informationen erhalten Sie unter Details.

Diese Cookies sind für den Betrieb der Seite technisch oder rechtlich notwendig.
*Sie können daher nicht abgewählt werden.

Um unsere Webseite für Sie weiter zu verbessern, erfassen wir anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen.

Diese Cookies sollen Ihnen die Bedienung der Seite erleichtern. So können Sie beispielsweise Ihre Einstellungen 30 Tage lang speichern lassen.

Werbeinformation der Metzler Asset Management GmbH - 15.5.2020 - Edgar-Walk

Bringen die Lockerungen erste wirtschaftliche Verbesserungen?

In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen mit dem Coronavirus in China, Europa und den USA im April ihren Hochpunkt erreicht hat, sie seitdem in der Tendenz sinkt und sich in den Sommermonaten dauerhaft auf einem niedrigen Niveau einpendeln wird. Dabei wird es jedoch immer wieder zu lokalen Lockdowns kommen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern.

Das Überschreiten des Hochpunkts hat eine zunehmende Lockerung der Quarantänemaßnahmen auf nationaler Ebene eingeleitet. Eine Lockerung stand und steht auch deshalb weiter an, weil sich China, Europa und die USA einen nationalen Lockdown wirtschaftlich nicht mehr leisten können und schon jetzt die Grenze des wirtschaftlich Aushaltbaren erreicht haben.

So fielen im April die globalen Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor auf neue historische Tiefstände: Die Komponente „Produktion“ sank auf 32,7 Punkte in der Industrie und auf 24,0 Punkte im Dienstleistungssektor. In unserem Basisszenario rechnen wir damit, dass die sukzessiven Lockerungen die Grundlage für einen Konjunkturaufschwung im zweiten Halbjahr sind. Für einen Aufschwung wäre es jedoch wichtig, dass die globalen Einkaufsmanagerindizes (Donnerstag und Freitag) im Mai wieder steigen. Ein Anstieg im Mai würde jedoch nur bedeuten, dass das Tempo der wirtschaftlichen Kontraktion nachlässt. Erst wenn die Einkaufsmanagerindizes wieder über 50 Punkte notieren, würden sie eine Rückkehr zum Wachstum signalisieren, was wir jedoch erst für den Juni oder Juli erwarten.

In vielen Schwellenländern dürfte der Hochpunkt der Epidemie allerdings erst im Mai oder Juni erreicht werden. In diesen Ländern sind die wirtschaftlichen Risiken daher nach wie vor hoch.

Neben den Einkaufsmanagerindizes stehen in der kommenden Woche noch folgende Indizes zur Veröffentlichung an: Der Reuters Tankan Index (Mittwoch) in Japan, der ZEW-Index (Dienstag) in Deutschland und der Philadelphia Fed Index (Donnerstag) in den USA. 

Deflationsrisiken überwiegen

Die Debatte über Inflation oder Deflation wird weiterhin intensiv geführt. Die Vertreter der Inflationsthese sehen jedoch erst mittelfristige Risiken einer Inflation. In den kommenden beiden Jahren überwiegen daher eher die Deflationsrisiken, wie die Inflationsdaten unter anderem aus den USA in dieser Woche gezeigt haben. In der kommenden Woche werden noch die Inflationsdaten aus Großbritannien (Dienstag) und aus Japan (Freitag) veröffentlicht. Letztlich obliegt es der Fiskalpolitik, eine schädliche Deflation zu verhindern, die die Risiken einer Konkurswelle merklich erhöhen würde.

Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management
Edgar Walk

Chefvolkswirt , Metzler Asset Management

Edgar Walk arbeitet seit 2000 bei Metzler. Als Chefvolkswirt im Bereich Asset Management ist er für die volkswirtschaftlichen Prognosen verantwortlich. Aufgrund seiner engen Zusammenarbeit mit dem Portfoliomanagement liegt sein Fokus neben der volkswirtschaftlichen Analyse verstärkt auf Kapitalmarktthemen. Vor seiner Anstellung bei Metzler studierte Herr Walk in Tübingen Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Regionalstudien Ostasien und Japan. Zur Vertiefung seiner Studien verbrachte er ein Auslandssemester an der Doshisha-Universität in Kyoto (Japan). Am Institut für Weltwirtschaft in Kiel absolvierte er anschließend den Aufbaustudiengang „Advanced Studies in International Economic Policy Research“.

Weitere Beiträge

Diese Unterlage der Metzler Asset Management GmbH (nachfolgend zusammen mit den verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15 ff. AktG „Metzler“ genannt) enthält Informationen, die aus öffentlichen Quellen stammen, die wir für verlässlich halten. Metzler übernimmt jedoch keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen. Metzler behält sich unangekündigte Änderungen der in dieser Unterlage zum Ausdruck gebrachten Meinungen, Vorhersagen, Schätzungen und Prognosen vor und unterliegt keiner Verpflichtung, diese Unterlage zu aktualisieren oder den Empfänger in anderer Weise zu informieren, falls sich eine dieser Aussagen verändert hat oder unrichtig, unvollständig oder irreführend wird.

Ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Metzler darf/dürfen diese Unterlage, davon gefertigte Kopien oder Teile davon nicht verändert, kopiert, vervielfältigt oder verteilt werden. Mit der Entgegennahme dieser Unterlage erklärt sich der Empfänger mit den vorangegangenen Bestimmungen einverstanden.