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Alternative Investments

Neue Facetten der Diversifizierung

Inhaltsübersicht:

  • „Lower for Longer“ bei Staatsanleihen ...
  • ... und relativ hohe Volatilität bei Aktien
  • Multi-Asset-Strategien – und die Suche nach Alternativen
  • Mögliche Unterscheidungskriterien
  • Es gilt, den Überblick zu behalten und Risiken richtig einzuschätzen

„Lower for Longer“ bei Staatsanleihen ...

Der langfristige Ertrag von Investitionen in Staatsanleihen stammt zum großen Teil aus Zinseinnahmen und deren Wiederanlage. In den  vergangenen zehn Jahren brachten deutsche Staatsanleihen einen  durchschnittlichen Ertrag von mehr als 4 % pro Jahr; mehr als die Hälfte davon stammten aus Zinseinnahmen und deren Wiederanlage. In der jüngeren Vergangenheit wurden die niedrigen Zinserträge von Anleihen zunehmend durch Kursgewinne aufgebessert. Diese Wertentwicklung wird sich aber kaum fortsetzen, da die Renditen von Bundesanleihen mit Laufzeiten von bis zu acht Jahren im Minus liegen und die Kurse damit kaum noch Potenzial nach oben haben. Die aktuellen Äußerungen der EZB-Notenbanker und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone sprechen eher für ein „Lower for Longer“-Umfeld bei Staatsanleihen.

... und relativ hohe Volatilität bei Aktien

Auch bei Aktien kommt langfristig ein Teil der Erträge aus der Reinvestition der Dividenden und von Wiederanlageeffekten. Der deutsche Aktienindex DAX erzielte in den vergangenen zehn Jahren eine Gesamtrendite von mehr als 5 % pro Jahr, wozu Dividenden und deren Wiederanlage ebenfalls mehr als die Hälfte beitrugen. Aktuell ist die Dividendenrendite deutscher Aktien im DAX mit ungefähr 2,6 % deutlich höher als die Rendite deutscher Staatsanleihen. Diesem höheren Ertrag stehen aber auch deutlich höhere Kursschwankungen gegenüber. Aktien bleiben attraktiv, doch immer mehr Szenarien deuten auf kurz- bis mittelfristige, heftige Rückschläge hin.

Multi-Asset-Strategien – und die Suche nach Alternativen

Die für Anleger sehr erfreuliche Kombination – sinkende Zinsen und steigende Aktienkurse – beflügelte lange Zeit Investitionen in sogenannte Multi- Asset- Strategien. Diese Strategien ähneln klassischen Balanced-Mandaten, also einer Kombination von Aktien und Renten, teils mit einer Beimischung von Rohstoffen. Die negative Korrelation von Aktien und Staatsanleihen in den vergangenen 20 Jahren hatte bei solchen Mandaten eine deutliche Risikodiversifikation zur Folge, was diese Multi-Asset-Strategien auch risikoadjustiert gut dastehen ließ.

In den kommenden Jahren wird sich das Kapitalmarktumfeld vermutlich deutlich von dem unterscheiden, was wir gewohnt sind und vielleicht inzwischen für normal halten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Anleihen guter Bonität keinen nennenswerten Performancebeitrag mehr liefern werden und dass die Korrelation von Aktien und Renten nicht mehr stabil negativ sein wird.

Insofern ist die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten nachvollziehbar. Tatsächlich haben als „alternativ“ klassifizierte Fonds seit der Finanzkrise 2008 ihr Volumen weltweit vervielfacht, und der durchschnittliche Anteil alternativer Investments an den gesamten Fondsanlagen hat sich verdoppelt. Dennoch: Mit knapp 5 % ist dieser Anteil noch sehr gering gegenüber Investments in klassischen Aktien, Anleihe, Geldmarkt- und Multi-Asset-Fonds.1

Doch was steckt hinter diesen Strategien, die inzwischen viele Asset-Manager als Beimischung zu Fonds oder als eigenständige Produkte anbieten? Der zahlenmäßig rasante Zuwachs an solchen Angeboten erleichtert nicht gerade den Überblick, zumal viele Begriffe unscharf verwendet werden. Als alternative Investments werden fast alle Investitionen bezeichnet, deren Risiken sich deutlich von reinen Aktien- und Zinsrisiken unterscheiden.

1 Quelle: Morningstar, www.morningstar.com, Berechnung Metzler

Mögliche Unterscheidungskriterien

Ein mögliches Kriterium, „Alternatives“ zu unterscheiden, ist die Liquidität der gehandelten Basisinstrumente. Liquid Alternatives beziehen sich hauptsächlich auf Aktien, Renten und Währungen; sie erweitern das Spektrum der klassischen Risikoprämien beispielsweise um Volatilität und Carry, gepaart mit breiter regionaler Diversifikation. Illiquide Alternatives sind beispielsweise Immobilien und Loans, die den Mehrertrag teilweise durch die Übernahme von Liquiditätsrisiken erzielen. Zur ersten Kategorie zählen unsere Strategien, die wir in den beiden folgenden Artikeln vorstellen. Zur zweiten Kategorie gehört ein Administrationsthema unserer Master-KVG, nämlich der Einbezug von Private Debt, einer Asset-Klasse unter den illiquiden Alternatives. Darum wird es unter anderem im nächsten Portfolio Insight gehen.

Ein weiteres Kriterium ist das primäre Ziel der Strategien. Viele haben einen Absolute-Return-Anspruch und wollen in allen Marktphasen positive Renditen erzielen können. Dies muss bei Liquid Alternatives mit der Möglichkeit einhergehen, auch Short-Positionen im Aktien- und Rentenmarkt einzugehen. Andere Konzepte stellen die Wertsicherung oder eine geringe Korrelatione zu den klassischen Märkten in den Vordergrund. Zu Letzteren gehören Immobilieninvestments und Volatilitätsstrategien.

Es gilt, den Überblick zu behalten und Risiken richtig einzuschätzen

Alternative Investments können helfen, das Klumpenrisiko in Portfolios oder der Gesamtanlage zu reduzieren. Jedoch bergen sie selbst Risiken, was Investoren unbedingt im Blick behalten sollten – gerade weil die Investitionen noch weitgehend Neuland sind, die Erfahrung fehlt und die Risiken deshalb unterschätzt werden. Generell sollten Investoren aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften auch innerhalb der alternativen Anlagestrategien diversifizieren. Die optimale Zusammensetzung alternativer Strategien zu bestimmen ist dabei eben wegen ihrer besonderen Charakteristika nicht trivial. Eins scheint auf jeden Fall wichtig: Alternative Strategien sind sorgfältig auszuwählen und vorzugsweise mit einem vertrauensvollen Partner umzusetzen, der hinreichend Praxiserfahrung in diesen Strategien vorweisen kann.

Wenn die Risiken richtig eingeschätzt werden, bietet eine angemessene Beimischung alternativer Investments gute Diversifikationseffekte und – besonders auf dem aktuellen Zinsniveau – ein attraktives Renditepotenzial. So hat die Beimischung von alternativen Investments in ein klassisch orientiertes Portfolio mehrere Vorteile:

  • Im aktuellen Marktumfeld sind traditionelle Risikoprämien niedrig. Alternative Investments können das Ertragspotenzial steigern.
  • Die Diversifikationseigenschaften von Anleihen stehen aktuell auf dem Prüfstand. Alternative Investments bieten Diversifikationspotenzial zu attraktiveren Konditionen als Staatanleihen.
  • Mit alternativen Investments lassen sich auch in Marktphasen Gewinne erzielen, in denen klassische Anlagen Verluste erleiden.

Die größte Herausforderung besteht darin, den Überblick über das vielfältige Angebot zu behalten. Eine alternative Strategie im Detail zu verstehen und ihre Wechselwirkungen mit anderen Anlagen im Portfolio richtig einzuschätzen erfordert viel Sachkenntnis. Denn oft sind die Risiken alternativer Investments nicht unmittelbar zu erkennen. Doch wenn es gelingt, die Risiken richtig einzuschätzen, bietet eine angemessene Investition in alternative Investments starke Diversifikationseffekte und – besonders auf dem aktuellen Zinsniveau – zusätzliches Renditepotenzial.

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Stand: Juli 2018