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20.4.2018

Friedrich von Metzler wird 75 Jahre alt

Mitte des Jahres wird der Frankfurter Privatbankier Friedrich von Metzler aus der Geschäftsleitung des Bankhauses Metzler und aus dem Vorstand der Metzler-Holding ausscheiden. Er wird aber dem Unternehmen als persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses erhalten bleiben.

Friedrich von Metzler, Partner B. Metzler seel. Sohn & Co.

Friedrich von Metzler freut sich darauf, auf der Basis seiner hervorragenden Kontakte zu wichtigen Entscheidern in Wirtschaft und Politik weiterhin Gesprächs- und Geschäftspartner zusammenzubringen, neue Beziehungen aufzubauen oder bestehende zu festigen – nicht nur zum Nutzen der Bank, sondern auch für wichtige gesellschaftliche und kulturelle Projekte. 

Der Frankfurter Privatbankier, geboren am 23. April 1943 in Dresden, dem Wohnort seiner Großeltern mütterlicherseits, trat 1969 in die Bank ein und wurde 1971 persönlich haftender Gesellschafter. Zuvor hatte er in den 1960er-Jahren seine Ausbildung absolviert, überwiegend bei Banken in Großbritannien, den USA und Frankreich. Zusammen mit seinem gleichaltrigen Vetter Christoph (verstorben 1993) trug er entscheidend dazu bei, die seit elf Generationen im ununterbrochenen Familienbesitz befindliche Bank fit für die Zukunft zu machen: Heute konzentriert sich das Haus Metzler bewusst auf Kapitalmarktdienstleistungen für Firmen, Institutionen und anspruchsvolle Privatkunden in den Kerngeschäftsfeldern Asset Management, Capital Markets, Corporate Finance und Private Banking – im Rahmen einer grundsätzlich risikoaversen Geschäftsstrategie.

Darüber hinaus hat sich Friedrich von Metzler als engagierter Förderer des Finanzplatzes Frankfurt am Main verdient gemacht. So war er maßgeblich an der Umwandlung der Frankfurter Wertpapierbörse in die Deutsche Börse AG beteiligt. Seit dieser Zeit tritt er unermüdlich für das langfristige Aktiensparen in Deutschland ein, das für ihn heute mehr denn je unerlässlich für eine erfolgreiche Altersvorsorge ist. Grundsätzlich sind ihm der langfristige Vermögenserhalt über Generationen und ein bewusster Umgang mit Risiken wichtig: „Ein Kunde, der den schnellen Profit anstrebt, ist bei uns falsch“, macht er deutlich. So hat es die Familie Metzler seit jeher gehalten, und das Bankhaus konnte daher alle Krisen seit der Gründung des Hauses im Jahre 1674 meistern.

Soziale Verantwortung und Empathie prägen sein Handeln – weit über das Bankgeschäft hinaus: „Als Bankier muss man ein Menschenfreund sein und die Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns beherzigen“, ist er überzeugt – und das nach dem Reputationsverlust der Banken im Zuge der Finanzkrise mehr denn je. 1998 gründete er die Albert und Barbara von Metzler-Stiftung, die vorrangig Projekte für Kinder und Jugendliche fördert: So eröffnet die Initiative „d.eu.tsch“ jungen Europäern neue Berufschancen in Deutschland; und die „Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen“ hilft aus der Haft entlassenen Frauen, sich ein neues Leben aufzubauen. Überdies engagieren sich Familie und Bankhaus vielfältig in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung, zum Beispiel 1999 mit der Kulturoffensive „1 + 1 = 3“. Mit dieser Matching-Fund-Plus-Formel ließen sich Projekte von knapp 7 Mio. DEM in zehn Frankfurter Museen verwirklichen.

Für all dies erhielt Friedrich von Metzler Preise und Ehrungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, die Ehrenbürgerwürde der Stadt Frankfurt am Main und den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Lebenswerk“ – um nur einige zu nennen.