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Metzler meets Science – TU München - 26.11.2018

Up in the Air – von Raumschiffen und fliegenden Autos

Technik lässt Entfernungen schrumpfen – alle Destinationen auf der Erde liegen nur wenige Flugstunden entfernt, und auch das Weltall und der Mond sind näher gerückt.

 

Wo liegt der Nutzen der Raumfahrt für den Menschen? Prof. Dr. Ulrich Walter, Wissenschafts-Astronaut und Inhaber des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik der Technischen Universität München, stellte auf unserer Veranstaltung „Metzler meets Science“ am 26. November 2018 technologische Spin-offs der Raumfahrt vor. Zunächst ausschließlich für spezielle Einsätze im Weltall konzipiert, wurden inzwischen zahlreiche Technologien weiterentwickelt und erleichtern heute in neuen Anwendungen das Leben auf der Erde: Quarzuhren, Brennstoffzellen und Service-Roboter sind nur einige Beispiele, die aus unserem Alltag (bald) nicht mehr wegzudenken seien. Neben Forschungsfragen rücke heute zunehmend der kommerzielle Aspekt der Raumfahrt in den Fokus – „New Space“ sei hier der prägende Begriff, so Walter. Ein Beispiel für New-Space-Projekte sei „One Web“ von Airbus. Mit  rund 900 Satelliten soll bezahlbares High-Speed-Internet auch in abgelegene Gebiete gebracht werden.

 

Einfach abheben und über den Stau davonschweben – dieser Traum soll sich mit dem fliegenden Auto PAL-V ab 2020 serienmäßig erfüllen. Dr. Markus Hess, Chief Marketing und Sales Officer des gleichnamigen niederländischen Unternehmens, stellte das fahr- und flugtüchtige Auto vor. Wer einen Führerschein der Klasse 3 und eine Privatpilotenlizenz PPL (A) besitzt, wird künftig mit einem PAL-V auf der Autobahn mit maximal 170 km/h und in der Luft mit rund 160 km/h unterwegs sein. Der Umbau vom Auto zum Girokopter dauert rund 15 Minuten, das Umschalten von „Drive“- auf „Fly“-Modus keine Sekunde. Für Start und Landung reicht die Fläche eines Fußballfelds aus. „In Deutschland haben wir ein dichtes Netz an kleinen Flughäfen, so lassen sich dann nach der Landung die wenigen Kilometer bis zum Ziel bequem im PAL-V zurücklegen“, erläutert Hess.