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24.5.2019

Jahrespressegespräch 2019 – fokussiertes Geschäftsmodell bewährt sich

  • Fokussiertes Geschäftsmodell bewährt sich 
  • Anstieg des Provisionsergebnisses von 193 Mio. EUR auf 196 Mio. EUR 
  • Currency Management als Wachstumsfeld 

„Unser fokussiertes Geschäftsmodell mit seinen vier Kerngeschäftsfeldern Asset Management, Capital Markets, Corporate Finance und Private Banking hat sich bewährt, und Metzler kann über ein erfolgreiches Geschäftsjahr berichten“, so Emmerich Müller, persönlich haftender Gesellschafter, anlässlich des Jahrespressegesprächs der Frankfurter Privatbank in Frankfurt am Main. Für den weiteren Jahresverlauf zeigte er sich trotz der negativen Vorgaben aus dem vierten Quartal des vergangenen Jahres und der globalen politischen Risiken verhalten positiv gestimmt. Die gesamte Finanzbranche sei geprägt von hohem regulatorischen Aufwand, und die einzelnen Häuser würden sich zunehmend auf ihre Stärken konzentrireren, so Müller. Aufgrund dieser Entwicklungen und den damit verbundenen Möglichkeiten prüfe Metzler, wie man sich noch stärker auf seine Kernkompetenzen konzentrieren könne. Dazu gehöre eine Trennung  von dem verbliebenen Retail-Geschäft im Asset Management. 

Das Bankhaus schütte wie immer eine Dividende von nur 2,3 Mio. EUR an die Aktionäre aus. Das Provisionsergebnis sei von 193 Mio. EUR auf 196 Mio. EUR gestiegen und habe damit trotz marktbedingt gesunkener Volumina in der Vermögensverwaltung die Erwartungen leicht übertroffen. Das Zinsergebnis habe im Berichtsjahr mit gut 5 Mio. EUR erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von 8 Mio. EUR gelegen – sei im Rahmen der Geschäftsstrategie jedoch von untergeordneter Bedeutung. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen auf Sachanlagen hätten mit 187 Mio. EUR rund 2 % über dem Niveau des Vorjahres von 183 Mio. EUR gelegen. Dabei hätten Aufwendungen zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie zunehmend Kosten für Markt- und Indexdaten sowie die Beschaffung von externem Research eine erhebliche Rolle gespielt. Die Zahl der Mitarbeiter habe im Jahresdurchschnitt rund 850 betragen. 

Die Bilanzsumme des Konzerns habe mit 3,9 Mrd. EUR nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres gelegen; diese sei aber bekanntlich für das Geschäftsmodell wenig aussagekräftig. Das ausgewiesene Eigenkapital habe mit 202 Mio. EUR fast dem Wert des Vorjahres von 201 Mio. EUR entsprochen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel des Bankhauses und der Metzler-Finanzholding-Gruppe würden mit insgesamt 243 Mio. EUR die Mindestanforderungen weiter deutlich übersteigen; sie bestünden ausschließlich aus hartem Kernkapital. Mit einer Kernkapitalquote von über 20 % sehe Metzler sich für bestehende und künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen unverändert gut gerüstet. 

Gemäß Metzlers langjähriger Praxis habe das Bankhaus auch im Jahr 2018 die Reserven nach § 340f HGB dotiert. Auf die Zurechnung der Reserven nach § 340f HGB und weiterer stiller Reserven zum aufsichtsrechtlichen Eigenkapital werde weiterhin vollständig verzichtet. Metzlers Liquiditätslage sei aufgrund des Geschäftsmodells jederzeit sehr komfortabel. Die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) der Metzler-Finanzholding-Gruppe habe zum 31. Dezember 2018 194 % betragen. 

Jahrespressegespräch 2019 – Emmerich Müller
Jörg-Matthias Butzlaff, Emmerich Müller und Michael Klaus

Im Geschäftsfeld Asset Management seien die Total Assets von 76 Mrd. EUR auf 74 Mrd. EUR gesunken. Zurückzuführen sei dies in erster Linie auf die negative Entwicklung an den Kapitalmärkten, vor allem im Aktiensegment. Allerdings sei dieser Effekt durch Nettomittelzuflüsse von ca. 1 Mrd. EUR teilweise kompensiert worden. Bis zum Ende des ersten Quartals 2019 seien die Total Assets wieder auf 79 Mrd. EUR gestiegen. Erwartungsgemäß hätten sich die Wertsicherungsstrategien im sehr turbulenten Jahr 2018 an den Kapitalmärkten am besten behauptet. Hier rangierten Metzlers Fonds, so Müller, in allen Kategorien im Wettbewerbsvergleich in der Spitzengruppe. Dem steigenden Bedürfnis vieler institutioneller Anleger, bei klar begrenztem Risiko soweit wie möglich trotzdem an positiven Entwicklungen an den Kapitalmärkten zu partizipieren, trage Metzler mit diesen Strategien Rechnung. Im Aktienbereich sei Metzler trotz des Trends hin zu passiven Investments und ETFs seinem aktiven, fundamentalen Ansatz treu geblieben. Sowohl bei allen Aktien- als auch Corporate-Bonds-Produkten hätten die Asset-Manager die vor einigen Jahren begonnene Integration von nichtfinanziellen Indikatoren im Rahmen der Unternehmensanalyse weiterentwickelt und intensiviert (ESG-Integration). Die Tätigkeiten im Pension Management seien im April 2018 in einer eigenen Gesellschaft gebündelt worden, der Metzler Pension Management GmbH. Mit dem Metzler Pensionsfonds stelle Metzler ein sehr flexibles Finanzierungsvehikel zur Übertragung und Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen zur Verfügung. Darüber hinaus biete Metzler Pension Management unterschiedliche Treuhandlösungen (CTAs) zur Insolvenzsicherung und zur Bildung von Versorgungsvermögen. Mit dem überbetrieblichen Metzler Trust e. V. gehöre Metzler Pension Management zu den führenden Anbietern von überbetrieblichen Treuhandlösungen in Deutschland, betonte Müller. 

Die Regulierungen nach MiFID II hätten Metzler das Geschäft im klassischen Aktienbrokerage mit Kunden aus dem In- und Ausland nicht gerade erleichtert, und der hohe Margendruck habe Spuren hinterlassen. Trotz einer erfreulichen Bilanz in der Neukundengewinnung seien die Provisionserlöse aus dem klassischen Cash-Equities-Geschäft gesunken, sodass das Ergebnis hinter dem des Vorjahres zurückgeblieben sei. Metzler Capital Markets habe aber trotz der erschwerten Bedingungen auch Positives zu berichten: Die Kunden wüssten insbesondere die mehrfach ausgezeichneten Researchleistungen des hauseigenen Analystenteams zu schätzen. Dies spiegele sich auch in zahlreichen Researchverträgen wider, die gemäß den 2018 in Kraft getretenen MiFID-II-Regeln abgeschlossen werden konnten. 

Ferner habe Metzler in der 2017 neu aufgenommenen Sparte Equity Capital Markets im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum einige Transaktionen erfolgreich begleiten können. In diesem Segment berate und betreue Metzler Emittenten bei Kapitalerhöhungen und Aktienrückkäufen, helfe beim Auf- und Abbau strategischer Unternehmensbeteiligungen und führe Platzierungen durch. 

Jahrespressegespräch 2019 – Gerhard Wiesheu
Kim Comperl, Gerhard Wiesheu und Jörg-Matthias Butzlaff

Müller wies darauf hin, dass die anhaltend niedrigen Zinsen im Euroraum für den Bereich Fixed Income eine bekannte Belastung seien – dennoch sei es gelungen, ein Ergebnis nur leicht unter dem des sehr guten Vorjahres zu erzielen. Besonders erfreulich habe sich das Geschäft mit neu gewonnenen institutionellen Kunden im deutschsprachigen Raum entwickelt. Metzlers Devisengeschäft habe wiederum von langjährigen, stabilen Kundenbeziehungen profitieren können, die auch im Berichtsjahr ausgebaut werden konnten. Besonders erfolgreich hätte dabei das Currency Management abgeschnitten – hier sei das verwaltete Devisenvolumen erneut deutlich gesteigert worden auf 2,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 2,1 Mrd. EUR); aktuell betrage das Volumen 5,5 Mrd. EUR. Das zunehmende Interesse an einem systematischen Währungsmanagement liege darin begründet, dass die Sicherungskosten für den US-Dollar in Relation zur europäischen Gemeinschaftswährung in den vergangenen Jahren massiv gestiegen seien. 

Gemäß Müllers Ausführungen habe sich das Geschäftsfeld Corporate Finance im Geschäftsjahr 2018 gut entwickelt. Metzler habe in den Kernbranchen Industrie, Technologie, Automobilzulieferer, Finanzdienstleistungen, alternative Energien und Handel wichtige Mandate gewonnen und seine Kunden im Jahresverlauf bei einer erhöhten Anzahl von M&A-Transaktionen beraten. Dabei sei man sowohl für deutsche als auch internationale Konzerne, Familienunternehmen und Finanzinvestoren tätig gewesen. Die von Metzler konzipierten und gesteuerten internationalen Verkaufsprozesse seien auf eine weiterhin sehr hohe Nachfrage seitens strategischer Käufer und Finanzinvestoren getroffen. Im Rahmen der Kaufmandate habe Metzler unter anderem Investoren aus Asien beim Erwerb von Minderheitsanteilen an deut¬schen Unternehmen begleitet. Zur Geschäftstätigkeit habe zudem die Beratung von Familiengesellschaftern von Unternehmen in komplexen Situationen gehört – und von Private-Equity-Investoren bei Buy-outs. All dies habe dazu beigetragen, das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu verbessern.

Das Geschäftsfeld Private Banking umfasse die Vermögensverwaltung sowie die Strukturierung und das Controlling für große Vermögen von Unternehmern oder Unternehmerfamilien, Stiftungen und Privatpersonen. Die Unabhängigkeit im Private Banking zeige sich schon darin, dass man auf Produktplatzierungen verzichte, um die Kundeninteressen uneingeschränkt wahren zu können. Metzler konzentriere sich dabei bewusst auf die Anlageklassen Aktien, Renten und Liquidität. Dabei stünden stets der langfristige Vermögenserhalt sowie der angemessene Umgang mit den Elementarrisiken der Vermögensanlage im Vordergrund. 

Müller betonte, dass Metzler bekanntermaßen auf Aktien setze, was im herausfordernden Kapitalmarktumfeld des vergangenen Jahres eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen sei. Jedoch seien die langjährigen Kunden mit dem Auf und Ab am Kapitalmarkt vertraut und würden – über viele Jahre hinweg gesehen – dafür belohnt, dass sie die mit ihren Aktieninvestments verbundenen Schwankungen aushielten. So habe sich das betreute Volumen im Berichtsjahr trotz der deutlichen Rückgänge an den meisten Aktienmärkten nur leicht verringert, was auf erfreuliche Mittelzuflüsse zurückzuführen sei.

Jahrespressegespräch 2019 – Mario Mattera
Michael Klaus, Mario Mattera und Harald Illy

Geschäftsbericht 2018

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Ansprechpartner für Presseanfragen

 

Jörg-Matthias Butzlaff, Leiter Unternehmenskommunikation, Pressesprecher
Jörg-Matthias Butzlaff

(+49) 69 2104-4975

MButzlaff@metzler.com

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