Cookies

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind für den Betrieb der Seite technisch oder rechtlich notwendig. Andere helfen uns, unser Onlineangebot stetig für Sie zu verbessern oder den Seitenbesuch für Sie komfortabler zu gestalten, indem Ihre Einstellungen gespeichert werden. Sie können Ihre Auswahl der akzeptierten Cookies individuell treffen und die Einstellungen jederzeit ändern. Weitere Informationen erhalten Sie unter Details.

Diese Cookies sind für den Betrieb der Seite technisch oder rechtlich notwendig.
*Sie können daher nicht abgewählt werden.

Um unsere Webseite für Sie weiter zu verbessern, erfassen wir anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen.

Diese Cookies sollen Ihnen die Bedienung der Seite erleichtern. So können Sie beispielsweise Ihre Einstellungen 30 Tage lang speichern lassen.

Information für professionelle Kunden - 21.1.2021

China: 2021 bieten sich gute Chancen für Anleger

Die chinesische Wirtschaft übernahm 2020 mit einer Wachstumsrate von 2,3 % die globale Vorreiterrolle. Für die entwickelten Volkswirtschaften wird dagegen mit einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit von mehr als 5,0 % gerechnet – laut den Ergebnissen einer Bloomberg-Umfrage. Die Entwicklung der Kennzahlen für die Industrieproduktion in China zeigt eindrucksvoll die rapide V-förmige Erholung der chinesischen Wirtschaft ab März.

China: V-förmige Erholung der Industrieproduktion
Index der Industrieproduktion (31.1.2019 = 100)

Quellen: Refinitiv Datastream, Metzler. Stand: 15.12.2020

Der Hauptgrund dafür ist, dass die chinesische Regierung die Coronapandemie im Inland schnell unter Kontrolle bringen konnte. Die Zahl der Neuinfektionen hat in diesem Winter zwar auch in China etwas zugenommen, ist aber gut unter Kontrolle. Somit konnte sich das Wirtschaftsleben seit März 2020 wieder einigermaßen normalisieren. Darüber hinaus wirkte eine zentrale wirtschaftspolitische Maßnahme der Regierung: Sie lockerte die zahlreichen Beschränkungen am Wohnimmobilienmarkt, sodass er sich merklich belebte und einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum lieferte – ebenso wie die staatlichen Investitionen in die Infrastruktur.

Auch der Export wurde zu einem Wachstumsmotor, der trotz der globalen Rezession nur kurzfristig gesunken war und sich wieder schnell erholen konnte. China profitierte dabei von der großen internationalen Nachfrage nach medizinischen Gütern und von der robusten Konsumnachfrage in den USA und Europa. Die Regierungen in den USA und Europa konzentrierten sich nämlich bei ihren Staatshilfen darauf, die Einkommen der Privathaushalte zu stabilisieren, während die chinesische Regierung den Fokus ihrer Hilfen auf die Unternehmen richtete. Dementsprechend entwickelte sich der Konsum von Gütern in den USA und Europa sehr dynamisch. Die Privathaushalte in China erhielten 2020 dagegen kaum Hilfe vom Staat, sodass eine schwache Lohnentwicklung in Kombination mit einer höheren Arbeitslosigkeit sogar den Konsum dämpfte.

China: Export als Wachstumsmotor
Index der Exporte in US-Dollar (31.1.2019 = 100)

Quellen: Refinitiv Datastream, Metzler. Stand: 15.12.2020

Wirtschaftswachstum sollte sich dank Binnenkonsum 2021 auf 8,0 % beschleunigen

Nach der Konsumschwäche im vergangenen Jahr besteht für 2021 Aufholpotenzial. Bereits im Oktober hatte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze wieder auf 4,3 % erholt, während die Einnahmen aus dem Tourismus in Chinas „Goldener Woche“ Anfang Oktober immer noch 30 % niedriger ausfielen als im Vorjahr. Jedoch erwarten wir für dieses Jahr, dass sich sowohl das Beschäftigungs- als auch das Einkommenswachstum kräftig erholen werden. Damit dürfte auch die Stimmung unter den Konsumenten wieder steigen.

Die Konsumausgaben könnten 2021 sogar real um 10 % zulegen. Dienstleistungen wie Catering, Reisen und Offline-Unterhaltung haben dabei die größten Wachstumschancen, weil sich die Verfügbarkeit eines Impfstoffs auf diese Bereiche am stärksten positiv auswirken sollte. Auch dürfte der Export erneut einen wichtigen Wachstumsbeitrag liefern, da eine rapide Erholung der Weltwirtschaft voraussichtlich für eine starke Nachfrage nach chinesischen Gütern sorgen wird. Damit einhergehend ist mit deutlich verbesserten Investitionen im verarbeitenden Gewerbe zu rechnen, während die Infrastruktur- und Immobilieninvestitionen aufgrund der nachlassenden wirtschaftspolitischen Unterstützung kaum noch wachsen werden. Der Anstieg der Einkaufsmanagerindizes – insbesondere des Caixin-Einkaufsmanagerindex der privaten Industrie – in den vergangenen Monaten signalisiert schon jetzt eine merkliche Belebung der chinesischen Konjunktur.

Nominale Konsumausgaben chinesischer Haushalte
In Billionen US-Dollar, Prognose für 2021

Quellen: Refinitiv Datastream, Metzler. Stand: 15.12.2020

Schuldenabbau rückt wieder in den Fokus

Die chinesische Regierung wird das starke Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 zum Schuldenabbau nutzen. Dazu dürften die Geldpolitik etwas restriktiver, die Kreditvergabe der Banken regulatorisch eingeschränkt und das staatliche Haushaltsdefizit reduziert werden. Auch dürften der Immobilienmarkt und der Finanzsektor wieder schärfer reguliert werden, um Risiken von Übertreibungen an den Finanz- und Immobilienmärkten einzudämmen. Nachdem Chinas Verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020 um geschätzte 25 %-Punkte gestiegen ist, spricht vieles dafür, dass die Gesamtverschuldung 2021 leicht sinken wird. Die Maßnahmen zur Schuldenreduktion dürften auch dazu beitragen, dass die Inflation niedrig bleibt.

Strukturelle Trends stützen das Wachstum

Geopolitische Spannungen und politischer Druck ausländischer Regierungen werden wahrscheinlich dazu führen, dass Lieferketten aus China zum Teil in andere Länder verlagert werden. Chinas großer und schnell wachsender Markt wird jedoch auch ausländische Direktinvestitionen anziehen. Angesichts des technologischen Entkopplungsdrucks wird China seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Digitalisierung und technologische Infrastruktur erhöhen. Der nächste Fünfjahresplan wird daher darauf konzentriert sein, die Binnennachfrage, Innovationen, Strukturreformen, weitere Marktöffnungen sowie ein umweltfreundlicheres und nachhaltigeres Wachstum anzukurbeln.

Mit aktivem Portfoliomanagement Investmentchancen nutzen

Mit dem Metzler China Equity RMB Fund (ISIN: IE00B79N9Y56) und dem Metzler China A Share Equity Fund (ISIN: IE00BF2FJZ56 / Class A) bietet Metzler Asset Management Anlegern die Chance, am Potenzial des chinesischen Kapitalmarkts zu partizipieren. Im Rahmen des aktiven Fondsmanagements ist angestrebt, eine langfristige stabile und konstante Rendite zu erzielen bei gleichzeitig wirksamer Risikokontrolle.

Erfahren Sie mehr zu diesen Investmentstrategien.

Weitere Beiträge

Diese Unterlage der Metzler Asset Management GmbH (nachfolgend zusammen mit den verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15 ff. AktG „Metzler“ genannt) enthält Informationen, die aus öffentlichen Quellen stammen, die wir für verlässlich halten. Metzler übernimmt jedoch keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen. Metzler behält sich unangekündigte Änderungen der in dieser Unterlage zum Ausdruck gebrachten Meinungen, Vorhersagen, Schätzungen und Prognosen vor und unterliegt keiner Verpflichtung, diese Unterlage zu aktualisieren oder den Empfänger in anderer Weise zu informieren, falls sich eine dieser Aussagen verändert hat oder unrichtig, unvollständig oder irreführend wird.

Ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Metzler darf/dürfen diese Unterlage, davon gefertigte Kopien oder Teile davon nicht verändert, kopiert, vervielfältigt oder verteilt werden. Mit der Entgegennahme dieser Unterlage erklärt sich der Empfänger mit den vorangegangenen Bestimmungen einverstanden.