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Eine Werbemitteilung der Metzler Asset Management GmbH - 8.5.2019

Nachranganleihen nach dem „low for longer“ der EZB stärker im Anlegerfokus

Nach den jüngsten EZB-Entscheidungen gehen die Finanzmarktakteure davon aus, dass die Geldmarktzinsen in der Eurozone noch bis mindestens September 2022 unter der Marke von 0 % bleiben werden. Investoren sind daher weiterhin gezwungen, höhere Risiken einzugehen, um einen positiven Ertrag erzielen zu können. Im Segment der Anleihen sind die gängigen Maßnahmen Laufzeitverlängerung oder Erhöhung des Kreditrisikos durch Beimischen von Titeln niedrigerer Bonität. Eine Alternative hierzu ist der Verzicht auf das vorrangige Gläubigerrecht. „Für Anleger, denen die strukturell höhere Volatilität an den Aktienmärkten Sorge bereitet und für jene, die aus regulatorischen Gründen nur wenig in Aktien investieren dürfen, sind Nachranganleihen eine interessante Option“, so Dr. Rainer Matthes, CIO im Metzler Asset Management, anlässlich eines Pressegesprächs am 8. Mai 2019 in Frankfurt am Main. Diese auch als Hybridanleihen bezeichneten Papiere sind in der Kapitalstruktur eines Emittenten zwischen unbesicherten Senioranleihen und Aktien einzuordnen, was sich am Renditeniveau widerspiegele. So boten Nachranganleihen von Finanzinstituten1 mit einem Investment-Grade-Rating Ende März eine Rendite von etwa 2,0 % und von Nicht-Finanzinstituten2 von etwa 2,5 %.

Presseworkshop Nachranganleihen – Dr. Rainer Matthes
„Für Anleger, denen die strukturell höhere Volatilität an den Aktienmärkten Sorge bereitet und für jene, die aus regulatorischen Gründen nur wenig in Aktien investieren dürfen, sind Nachranganleihen eine interessante Option“, so Dr. Rainer Matthes, CIO im Metzler Asset Management

Hybride als zusätzlicher Diversifikator

Nachranganleihen haben durch ihre speziellen Eigenschaften einen deutlichen Diversifikationseffekt im Fixed-Income-Universum. „Durch ihre Renditeentwicklung zusammen mit der Eigenschaft, Kursrückgänge sehr schnell wieder aufholen zu können, sind Nachranganleihen ein sinnvoller Bestandteil in der strategischen Asset-Allokation“, erläutert Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management. Das habe der Total-Return-Index in verschiedenen Marktphasen gezeigt, z. B. nach der Pleite von Lehman Brothers, aber auch infolge jüngerer Marktturbulenzen wie im vergangenen Jahr. Seit 2004 entwickelten sich Nachranganleihen somit solide mit einem Wertzuwachs von durchschnittlich 5,3 % p. a. Lohnend sei zudem ein Blick auf die historischen Risikoeigenschaften von Nachranganleihen im Vergleich zu Aktien und Senioranleihen, so Walk. „Die Volatilität von Nachranganleihen fiel in ruhigen Finanzmarktphasen oft auf das sehr niedrige Niveau der Senioranleihen; in turbulenten Phasen sprang sie zwar deutlich an, blieb dabei aber zumeist deutlich unter der Volatilität von Aktien.“ Auch sei die Kursentwicklung der Hybride stärker abhängig von der Bonitätsentwicklung des Emittenten als von Änderungen des Zinsniveaus; sie reagierten deshalb weniger deutlich auf Zinsanhebungen als Staats- und Senioranleihen.

Presseworkshop Nachranganleihen – Edgar Walk
„Durch ihre Renditeentwicklung zusammen mit der Eigenschaft, Kursrückgänge sehr schnell wieder aufholen zu können, sind Nachranganleihen ein sinnvoller Bestandteil in der strategischen Asset-Allokation“, erläutert Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management

Markt für Nachranganleihen wächst

Gemessen am ausstehenden Volumen ist der Markt für Nachranganleihen – sowohl aus dem Finanzsektor als auch aus dem Nicht-Finanzsektor – in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark gewachsen, auf insgesamt etwa 300 Mrd. EUR. „Die Markttiefe ist verglichen mit dem Markt für Senioranleihen zwar noch gering, dürfte sich aber auch in den kommenden Jahren stetig weiterentwickeln“, ist Christian Eickholz, Portfoliomanager von Metzlers Fixed-Income-Strategien, überzeugt. Durch die zunehmende Liquidität und die Aufnahme der Asset-Klasse in wichtige Indizes nehme das Interesse seitens der Emittenten und der Anleger stetig zu. „Entgegen einer oftmals geäußerten Vermutung ist der Gesamtmarkt der Hybridanleihen durch überwiegend gute Bonitäten im Investment-Grade-Bereich geprägt. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass besonders global agierende Großunternehmen mit starker Bonität vergleichsweise einfach genügend Investoren für ihre Nachranganleihen finden. Zudem ist der Anteil der von Industrieunternehmen emittierten Papiere stark gestiegen, und die Verteilung auf verschiedene Sektoren hat sich deutlich ausdifferenziert – so kann ein diversifiziertes Nachrangportfolio, falls gewünscht, auch problemlos ohne Finanztitel aufgebaut werden.“

Presseworkshop Nachranganleihen – Christian Eickholz
„Die Markttiefe ist verglichen mit dem Markt für Senioranleihen zwar noch gering, dürfte sich aber auch in den kommenden Jahren stetig weiterentwickeln“, ist Christian Eickholz, Portfoliomanager von Metzlers Fixed-Income-Strategien, überzeugt

Trotz der zahlreichen Chancen, die eine Investition in Nachranganleihen bietet, sollten sich Investoren auch der höheren Risiken gegenüber Senioranleihen bewusst sein – wie dem Laufzeitverlängerungsrisiko, einer möglicherweise höheren Volatilität während der Laufzeit oder der stärkeren Verlustbeteiligung bei finanziellen Notlagen des Emittenten. Eine Konvertierung in Eigenkapital, wie bei einer Wandelanleihe, ist nicht möglich. „Aufgrund der höheren Komplexität der Wertpapiere kommt einer aktiven Einzeltitelauswahl bei Nachranganleihen eine besondere Bedeutung zu – ebenso einer effizienten, permanenten Risikokontrolle, die unser bereits bei der Euro-Corporate-Bond-Strategie bewährter strategischer Investmentprozess beinhaltet,“ betont Eickholz. „Insgesamt stellt die Asset-Klasse für europäische Anleger eine attraktive Option dar, um mehr Rendite zu vereinnahmen, ohne dabei ein Fremdwährungsrisiko tragen zu müssen“, fasst Christian Eickholz zusammen.

 

[1] ICE BofAML Euro Subordinated Financial Index

[2] ICE BofAML Euro Non-Financial Subordinated Index

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