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Zoom: Aktuelle Branchen- und Marktthemen im Fokus - 19.1.2021 - Hendrik-König

Ausblick 2021

Der DAX ist im neuen Jahr bereits kurzzeitig auf den Höchststand von rund 14.050 Punkten gestiegen – spielt die Pandemie und ihre Folgen für die Wirtschaft an den Märkten keine Rolle mehr? Drei Fragen an Strategie-Analyst Hendrik König.

 

Eins
Wie hat sich der deutsche Aktienmarkt in der Pandemie bisher geschlagen?

Der deutsche Aktienmarkt hat sich bislang sehr gut geschlagen. DAX-Anleger konnten Ende 2020 sogar auf ein Jahresplus zurückblicken. Dies hat aber weniger mit der fundamentalen Entwicklung der Weltwirtschaft zu tun, sondern vielmehr mit der weltweit massiv gestiegenen Liquidität, die infolge der Pandemie zusätzlich freigesetzt worden ist. Laut den Experten des Internationalen Währungsfonds sind bislang weltweit Fiskalprogramme im Umfang von 12 Billionen USD lanciert worden; gleichzeitig haben die großen Zentralbanken ihre Bilanzen um rund 7,5 Billionen USD ausgeweitet. Tendenz weiter steigend.

Zwei
Welche Risiken sollten Anleger dabei im Blick behalten?

Angesichts der ungebrochenen zweiten Welle der globalen Pandemie und den einhergehenden neuen Lockdown-Restriktionen weltweit ist die K-förmige Erholung der Finanzmärkte (Party an der Wall Street, Katerstimmung auf der Main Street) dem Risiko ausgesetzt, dass der bisherige Aufwärtstrend kurzfristig ins Stocken gerät.

Daher sind weitere geldpolitische Schritte wohl unumgänglich. Aus wirtschaftlicher Sicht scheint jedoch das „alte“ geldpolitische Instrumentarium nicht mehr die gewünschte Durchschlagskraft zu haben. Seit der Finanzkrise von 2008 haben die großen globalen Zentralbanken ihrem geldpolitischen Rüstzeug zahlreiche – früher als unkonventionell angesehene – Instrumente hinzugefügt. Im Laufe der Zeit ist dieses unkonventionelle Instrumentarium sogar zur Konvention geworden, um die Stabilität des gegenwärtigen Finanzsystems aufrechterhalten zu können. Jedoch ließ sich damit das zugrundeliegende strukturelle Schuldenproblem nicht lösen. Im Gegenteil – die Schulden haben sich vergrößert, und reale inflationäre Tendenzen (neben der massiven Vermögenspreisinflation) sind ausgeblieben. Nichtsdestotrotz zeigen die jüngsten Überlegungen der westlichen Zentralbankengemeinschaft zu digitalen Währungen (CBDC), dass auch sie über neue Wege nachdenken, mit denen sich das strukturelle Schuldenproblem lösen lässt.

Aufgrund des bereits hohen Bewertungsniveaus des deutschen Aktienmarktes könnte die jüngste Rallye in den nächsten Monaten mit einigen Abwärtsrisiken behaftet sein. Unseres Erachtens sollte der allgemeine Aufwärtstrend des deutschen Aktienmarktes jedoch auch 2021 anhalten – basierend auf der weiterhin reichlich vorhandenen Liquidität, den niedrigen Vergleichswerten gegenüber dem Vorjahr und der Aussicht auf eine in vielen Ländern erfolgreiche Impfkampagne.

Drei
Welche Trends dürften 2021 an Bedeutung gewinnen?

Aus einer Top-down-Perspektive konzentrieren wir uns auf deutsche Unternehmen, die von folgenden Anlagethemen profitieren und damit eine Outperformance gegenüber dem deutschen Aktienmarkt erzielen könnten: A) Unternehmen, die von den großen Fiskalpaketen weltweit profitieren dürften, ohne existenziell davon abhängig zu sein. B) Unternehmen, die von – infolge der Covid-19-Krise – sich beschleunigt durchsetzenden strukturellen Trends wie der zunehmenden Alterung der Bevölkerung in den Industriestaaten und der fortschreitenden Digitalisierung profitieren sollten. C) Unternehmen, die zu den Nutznießern der „grünen Welle“ (Thema Klimawandel) gehören könnten. D) Unternehmen, die ein relativ hohes Umsatzexposure in Asien haben – also in der Region, die bisher wirtschaftlich am wenigsten unter den Folgen der Coronakrise zu leiden hat. E) Unternehmen mit einer relativ niedrigen Bewertung, die an einer möglichen zyklischen Erholung der Wirtschaft partizipieren dürften.

Hendrik König
Hendrik König

Quantitative Research , Metzler Capital Markets

Hendrik König ist seit 2008 bei Metzler tätig. Als verantwortlicher Strategie-Analyst analysiert er Entwicklungen in den großen Volkswirtschaften, die für die von Metzler Capital Markets analysierten Unternehmen relevant sein könnten. Bereits während seines Studiums sammelte er Berufserfahrung bei PricewaterhouseCoopers in Hannover und der Deka Bank in Frankfurt am Main. Herr König hat einen B.A.-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn und absolvierte ein Masterstudium mit den Schwerpunkten Finanzen und Wirtschaftswissenschaften an der University of San Francisco in den USA.

HKoenig@metzler.com

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