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Eine Werbemitteilung der B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA - 31.1.2019

Deutsche Automobilindustrie: 2019 noch Krisenjahr – ab 2020 ist der E-Boom in Sicht

 
  • 2019 dürften die Gewinne der deutschen Autobranche noch sinken
  • hohe F&E-Aufwendungen signalisieren hohe Innovationsbereitschaft
  • Mit Blick auf 2020 dürften Investoren Autoaktien nach dem ersten Quartal 2019 wieder in den Fokus nehmen

2019 dürften die Gewinne der deutschen Autobranche noch sinken

„Die deutsche Automobilindustrie ist mitten in der Krise angekommen“, so Jürgen Pieper, Director Research und Senior Advisor bei Metzler Capital Markets. Die Branche habe mehr oder weniger zeitgleich etliche gravierende Probleme zu schultern, was insbesondere die Originalhersteller belaste. Dieselgate werde noch einige Nachbeben verursachen, zumal das Wohlwollen der Politik bröckele. Die Nachfrage nach Pkw sinke: 2018 sei die Zahl der Neuwagenzulassungen weltweit erstmals in diesem Jahrzehnt rückläufig gewesen. Das neue Abgastestverfahren WLTP habe zu Produktionseinschränkungen geführt und das Angebot an Neuwagen verknappt. Der Zollkonflikt zwischen den USA und der EU könne die deutschen Autohersteller Milliarden kosten. Zudem schwächle der jahrelang wichtigste Wachstumstreiber der Branche: In China verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum. Und schließlich sprächen auch die Konjunkturaussichten in Europa nicht gerade für ein Florieren der Branche. „Die Gewinne der Automobilbranche werden 2019 insgesamt vermutlich deutlich sinken. Für das erste Halbjahr rechne ich noch mit zahlreichen Gewinnwarnungen“, prognostiziert Pieper.

Keine guten Aussichten also für die deutsche Automobilbranche? „Die aktuell virulenten Probleme sollten nicht den Blick auf die Chancen verstellen, zumal zahlreiche Bürden nur temporär sind“, so der Metzler-Analyst. Die Konjunkturperspektiven im wichtigen Absatzmarkt China dürften sich bald wieder aufhellen: Pieper erwartet, dass das Wirtschaftswachstum spätestens im dritten Quartal 2019 erneut an Fahrt aufnimmt; für 2020 rechnet er mit einem Zuwachs für den Automarkt von mindestens 5 %. Währungseinflüsse dürften 2019 eine weit geringere Rolle als noch im Vorjahr spielen. Pieper geht außerdem davon aus, dass sich die Wogen um die Dieseldebatte allmählich wieder glätten und Dieselfahrverbote weniger werden.

Hohe F&E-Aufwendungen signalisieren hohe Innovationsbereitschaft

Die Diskussion um die Schadstoffe gebe der Autoindustrie sogar neue Impulse: Innovative Technologien wie die Elektromobilität gerieten stärker in den Fokus. So sei der Absatz von Elektrofahrzeugen 2018 trotz eines sehr begrenzten Angebots an E-Modellen um 44 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen – und damit ähnlich stark wie 2017. Bis 2025 identifiziert Pieper eine Reihe wichtiger innovativer Trends. Quellen für eine künftige Wertschöpfung in der Branche seien – neben der Brennstoffzellen- und Batterietechnik – die Themen „Big Data“, Mobilität als Dienstleistung und Carsharing sowie Konzepte zum autonomen Fahren. Auch Plattformstrategien und die Rationalisierung der Produktion in Europa böten Potenzial für Margensteigerungen. Die seit 2015 kontinuierlich wachsenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung der deutschen Autohersteller zeigten den starken Willen der Branche, in Innovationen zu investieren.

Mit Blick auf 2020 dürften Investoren Autoaktien nach dem ersten Quartal 2019 wieder in den Fokus nehmen

2019 dürfte zwar noch ein schwieriges Jahr für die Branche werden. Doch geht Pieper davon aus, dass sich ab 2020 die Perspektiven deutlich aufhellen werden und die Gewinnmargen wieder steigen. „Die wertschöpfenden neuen Technologien dürften auch das Interesse der Investoren an Aktien der deutschen Autohersteller wiedererwecken“, erwartet Pieper. Deren Bewertungen seien aktuell auf dem tiefsten Stand seit fast 20 Jahren. Beispielsweise habe sich das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktien von BMW, Daimler und VW gegenüber den DAX-Titeln seit 2013 nahezu halbiert. Auch ein Vergleich mit Aktien der Autozulieferer dokumentiere den Bewertungsrückgang für die Papiere der Originalhersteller: Die Kennzahlen Kurs-Gewinn-Verhältnis und Preis-Buch-Wert für die Jahre 2018 und 2019 zum Beispiel zeigten, dass die Aktien der Originalhersteller nur etwa halb so hoch bewertet sind wie die der Zulieferer.

Presseworkshop "Deutsche Autoindustrie" von Metzler Capital Markets
Presseworkshop "Deutsche Autoindustrie" mit Jürgen Pieper, Autoanalyst Metzler Capital Markets

Ansprechpartner für Presseanfragen

Jörg-Matthias Butzlaff, Leiter Unternehmenskommunikation, Pressesprecher
Jörg-Matthias Butzlaff

(+49) 69 2104-4975

MButzlaff@metzler.com

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