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Zoom: Aktuelle Branchen- und Marktthemen im Fokus - 2.11.2020 - Thomas-Weber

Unternehmensanleihen im Lockdown?

Wie wirkt sich der für Anfang November angekündigte „Lockdown light“ auf Unternehmensanleihen aus? Drei Fragen zur aktuellen Lage an Finanzanalyst Thomas Weber.

Eins
Wie haben Unternehmensanleihen angesichts des gerade beschlossenen "Lockdown Light" reagiert?

In vielen europäischen Ländern sind die Infektionszahlen noch höher und die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung drastischer als in Deutschland. Zwar wird versucht, eine Situation wie im Frühjahr mit flächendeckenden Geschäftsschließungen zu vermeiden. Dennoch gleicht die aktuelle Situation in Europa immer mehr der Situation im März, und die Maßnahmen werden sich unweigerlich auf die Wirtschaft auswirken. Ein „Double-Dip“ mit einem erneuten Negativwachstum des BIP wird wahrscheinlicher. Anders als die Aktienmärkte haben Spreads von Unternehmensanleihen bisher kaum auf die neue Situation reagiert und sich in den vergangenen Tagen nur sehr moderat ausgeweitet.

Zwei
Worauf ist die Resilienz von Unternehmensanleihen zurückzuführen?

Einen wesentlichen Grund für das gute Abschneiden von Unternehmensanleihen in der aktuellen Situation sehen wir in den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank. Zudem erwarten viele Marktteilnehmer, dass die EZB ihr Kaufprogramm nochmals aufstocken und verlängern wird, sollte sich die Lage weiter zuspitzen. Die Käufe der EZB, die mittlerweile mehr als 260 Mrd. EUR an Corporate Bonds hält, haben zudem zu einer Knappheit im Markt geführt. Daher sind viele Anleger nicht bereit, ihre Bestände zu veräußern. Zur taktischen Positionierung nutzen sie daher lieber liquidere Instrumente wie CDS-Indizes. Auch wir erwarten, dass die Zentralbankpolitik die Asset-Klasse stützen wird. Allerdings geben wir zu bedenken, dass die EZB die operative Situation der Unternehmen kaum beeinflussen kann, abgesehen von einer Verbesserung der Finanzierungsbedingungen.

Drei
Welche Erkenntnisse aus der „Ersten Welle“ im März gibt es in puncto Unternehmensanleihen?

In der ersten Welle im Frühjahr kam es zu einer breit angelegten Spread-Ausweitung über alle Branchen hinweg, wobei Bonds aus einigen Sektoren besonders stark reagierten. Dazu zählten Unternehmen aus den Bereichen Freizeit, Automobile, Banken, Energie und Immobilien. Fast überall sind die Risikoaufschläge über den Sommer wieder deutlich gesunken. Grundsätzlich halten wir diese Segmente für anfällig im Hinblick auf eine erneute Underperformance. Allerdings sehen wir zum Beispiel den Auto-Sektor heute positiver, was an der vergleichsweise guten Konjunktur im wichtigen Absatzmarkt China liegt. Außerdem rechnen wir derzeit nicht mit Werksschließungen und einer Unterbrechung der Lieferketten wie im März. Vergleichsweise gut durch die erste Welle kamen Unternehmensanleihen von Emittenten aus den Bereichen Versorger, Gesundheit, Medien und Telekommunikation, was auf ihre defensiven Qualitäten und auf stabile Umsätze zurückzuführen ist. Allerdings dürften Veranstalter und Werbeunternehmen unseres Erachtens noch viele schwierige Monate vor sich haben.

Thomas Weber, Metzler Capital Markets
Thomas Weber

FI/FX Research , Metzler Capital Markets

    

Thomas.Weber@metzler.com

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