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26.5.2021

Metzler investiert und stärkt Eigenkapital

„Die Erfahrungen in der Pandemie haben gezeigt, dass wir mit unserer vorsichtigen Geschäftsphilosophie und unseren Geschäftsfeldern auch in einem solchen Umfeld gut aufgestellt sind“, so Emmerich Müller, persönlich haftender Gesellschafter des Frankfurter Privatbankhauses B. Metzler seel. Sohn & Co KGaA. Er ergänzt, Metzler sei erfolgreich ins neue Jahr gestartet und das lebhafte Neugeschäft ziehe sich durch alle Geschäftsbereiche. 

Metzler Asset Management sei es vor allem im Pension Management gelungen, sehr attraktive Mandate zu gewinnen. Im Capital Markets habe insbesondere der neue Bereich „Corporate Solutions“ einen fulminanten Start hingelegt: Dort habe man sich personell verstärkt, sei mit einer gut gefüllten Pipeline gestartet und habe bereits erste Mandate abschließen können. Das Gleiche gelte für Corporate Finance: Die Nachfrage nach hochwertiger M&A-Beratung ziehe seit dem letzten Quartal 2020 wieder deutlich an; das Auftragsbuch sei gut gefüllt. Im Private Banking habe sich Metzlers langjähriger Fokus auf die Aktienanlage mehr als bewährt, und die Kunden würden es mit Treue und erfreulichen Mittelzuflüssen danken, so Müller.

Emmerich Müller

Müller berichtet über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020. Der Bilanzgewinn betrage wie immer 2,3 Mio. EUR. Das Provisionsergebnis sei von 191 Mio. EUR auf 187 Mio. EUR gesunken. Das Zinsergebnis habe im Berichtsjahr mit 9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 7 Mio. EUR gelegen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen inklusive Ab-schreibungen auf Sachanlagen hätten mit 185 Mio. EUR knapp 3 % unter dem Niveau des Vorjahres von 190 Mio. EUR rangiert. Die Personalaufwendungen seien bei einer um 5 % gesunkenen Mitarbeiterzahl um knapp 2 Mio. EUR gesunken. Metzler habe zum Jahresende 830 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Die anderen Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen auf Sachanlagen hätten sich um gut 3 Mio. EUR reduziert, was nicht zuletzt auf pandemiebedingte Kosteneinsparungen zurückzuführen sei. Wie im Vorjahr belief sich der  Saldo der Risikovorsorge im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 3 Mio. EUR. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge habe -10 Mio. EUR betragen nach -6 Mio. EUR im Jahr. Hierin seien Investitionen von deutlich mehr als 10 Mio. EUR in einen neuen sowie einen bestehenden Bürostandort enthalten. Dies sei nur teilweise kompensiert worden durch geringere Belastungen aufgrund der erfolgten Auslagerung der bestehenden Pensionsrückstellungen auf den Metzler Pensionsfonds.

Die Bilanzsumme und das Geschäftsvolumen des Konzerns hätten mit jeweils 6,3 Mrd. EUR erheblich über dem Niveau des Vorjahres von 3,6 Mrd. EUR gelegen, was im Wesentlichen auf den deutlichen Anstieg der Treuhandposition als Folge des erfolgreichen Metzler Pension Managements zurückzuführen sei. Diese habe im Berichtsjahr mit 4.288 Mio. EUR erneut sehr deutlich über dem Vorjahreswert von 1.215 Mio. EUR gelegen. Sie enthalte ausschließlich verwaltete Pensionsfondsmandate, die erheblich gesteigert werden konnten.

Gemäß Metzlers langjähriger Praxis seien auch im Jahr 2020 weitere versteuerte Vorsorgereserven dotiert worden. Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken habe man im Berichtsjahr weitere 20 Mio. EUR zugeführt; er umfasse nun 70 Mio. EUR. Auf die Zurechnung der Reserven nach § 340f HGB zum aufsichtsrechtlichen Eigenkapital werde weiterhin vollständig verzichtet. Das ausgewiesene Eigenkapital liege mit 201 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt beliefen sich die in der Bilanz offen ausgewiesenen Eigenmittelbestandteile zum Jahresende 2020 damit auf 271 Mio. EUR. Somit haben sich die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel seit 2010 mehr als verdoppelt und übersteigen die Mindestanforderungen weiter deutlich – sowohl im  Bankhaus als auch in der Metzler-Finanzholding-Gruppe. Sie bestehen  ausschließlich aus hartem Kernkapital. Mit einer Kernkapitalquote von über 20 % sehe sich Metzler für bestehende und künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen unverändert gut gerüstet.

Im Geschäftsjahr 2020 habe sich das Geschäftsfeld Asset Management weiterhin sehr positiv entwickelt. Die über die vergangenen Jahre kontinuierlich verbesserte Performance und gesteigerte Qualität der Asset-Management-Dienstleistungen hätten erneut zu erfreulichen Nettomittelzuflüssen in den Bereichen institutionelle Kunden und Pension Management geführt. Dabei spiele Metzlers ausgeprägte Nachhaltigkeitsexpertise (ESG) eine wichtige Rolle, um die Kunden bei ihren rasant gestiegenen Anforderungen in diesem Bereich effizient und professionell unterstützen zu können. Die Total Assets lagen zum Jahresende bei 73 Mrd. EUR. Der hohe Nachhaltigkeitsstandard im Asset Management sei von externen Ratingagenturen entsprechend gewürdigt und bestätigt worden. So habe Metzler von UN PRI (Principles for Responsible Investment) mit fünfmal A+ in den Bereichen ESG-Strategie, -Integration, aktiver Dialog und Stimmrechtsvertretung die Bestnote erhalten; damit sei Metzlers Spitzenposition unter den deutschen Asset-Managern bestätigt worden. Die TELOS GmbH habe Metzler im Rahmen eines umfangreichen ESG-Ratings mit Bestnoten ausgezeichnet und für die ESG-Integration in die Investmentprozesse im gesamten Portfoliomanagement die höchste Auszeichnung AAA verliehen.

Laut Müller sei für das Berichtsjahr erneut die Entwicklung im Pension Management hervorzuheben. Metzler Pension Management biete seit mehr als 20 Jahren maßgeschneiderte Lösungen für die betriebliche Altersversorgung, für Zeitwertkonten und Altersteilzeit. Dort seien zum Bilanzstichtag mehr als 200 Unternehmen mit annähernd 100.000 Versorgungsverhältnissen betreut worden. Hieraus würden Kapitalanlagen von insgesamt knapp 9 Mrd. EUR resultieren (Vorjahr: 5 Mrd. EUR).

Im Geschäftsfeld Capital Markets blicke Metzler auf ein erfreuliches Jahresergebnis 2020. Das klassische Aktienbrokerage habe sich 2020 sehr freundlich entwickelt, die Provisionserlöse seien deutlich gesteigert worden. Zum einen seien Bestandskunden aktiver als im Vorjahr gewesen, zum anderen hätten weitere Kunden im In- und Ausland hinzugewonnen werden können. Überdies werde Metzler zunehmend auch von kleinen und mittleren Unternehmen als Vertrauensbroker für Spezialtransaktionen genutzt. Vor gut zwei Jahren habe Metzler den Bereich „Corporate Solutions“ auf den Weg gebracht: In diesem Bereich seien die Dienstleistungen für Neuemissionen, Kapitalerhöhungen und Platzierungen angesiedelt – nunmehr könnten auch hier Erfolge verbucht werden: So sei beispielsweise die ABO Wind AG, Projektentwickler für Anlagen der Energieversorgung, bei einer Kapitalerhöhung begleitet worden. Metzler erwarte auch für die Zukunft gutes Geschäft aus diesen Dienstleistungen.

Im Devisengeschäft hätten viele institutionelle Investoren im vergangenen Jahr erneut ihren Fremdwährungsanteil in der Asset-Allokation erhöht. Gerade in einem von hoher Unsicherheit geprägten Umfeld würden Kunden auch langjährige Erfahrung im Handel schätzen. Hier könne das Currency Management mit seinem systematischen Ansatz punkten, und Metzler habe die Zahl der betreuten Kundenmandate weiter steigern können. Die Leistungen im Currency Management seien belohnt worden: Wie schon 2017 habe Metzler im Berichtsjahr erneut die Auszeichnung „Currency Manager of the Year“ erhalten.

Im Geschäftsfeld Corporate Finance blickt Müller auf ein sehr wechselhaftes Jahr zurück: Vor allem in den ersten Monaten hätten die gravierenden Effekte der Covid-19-Pandemie das Geschäft mit Mergers & Acquisitions (M&A) beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf von 2020 habe sich der M&A-Markt jedoch zunehmend erholt. Metzler arbeitet nach eigenen Angaben an einer Vielzahl von Kauf- und Verkaufsmandaten. So seien Transaktionen im Auftrag von Familienunternehmen mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen und erfolgreich Finanzinvestoren und internationale Konzerne bei Transaktionen in Deutschland begleitet worden.

Im Geschäftsfeld Private Banking sei es trotz des herausfordernden Wirtschafts- und Kapitalmarktumfelds gelungen, die Erlöse gegenüber dem Vorjahr zu steigern, so Müller. Private Banking umfasse die Vermögensverwaltung sowie die Strukturierung und das Controlling für große Vermögen von Unternehmern oder Unternehmerfamilien, Stiftungen und Privatpersonen. Die Unabhängigkeit im Private Banking zeige sich darin, dass auf Produktplatzierungen verzichtet werde, um die Kundeninteressen uneingeschränkt wahren zu können. Vielmehr würden Metzlers Anlageentscheidungen auf einem strukturierten und systematischen Investmentprozess basieren, der transparent und nachvollziehbar sei. Zudem würde man sich dabei bewusst auf die Anlageklassen Aktien, Anleihen und Liquidität konzentrieren. Dabei stünde stets der langfristige Vermögenserhalt sowie der angemessene Umgang mit den Elementarrisiken der Vermögensanlage im Vordergrund.

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Geschäftsbericht 2020 26.5.2021 PDF — 136 KB

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