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Presseinfo zum Geschäftsbericht 2019 - 26.5.2020

Positive Entwicklung dank klarem Geschäftsmodell

„Die Erfahrungen mit der globalen Finanzkrise ab 2007 zeigen uns heute, dass wir mit unserer vorsichtigen Geschäftsphilosophie und unseren Kerngeschäftsfeldern auch im aktuellen Krisenumfeld gut aufgestellt sind. Unsere strategische Ausrichtung ist getragen von einem hohen Risikobewusstsein. Wir verfügen über eine sehr komfortable Eigenkapitalausstattung, umfang­reiche versteuerte stille Reserven, die nicht dem aufsichtsrechtlichen Eigenkapital zugerechnet werden, und eine ausgezeichnete Liquiditätssituation“, dies betont Emmerich Müller, persönlich haftender Gesellschafter des Frankfurter Privatbankhauses B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, in seinen Ausführungen zum Ergebnis des Geschäftsjahres 2019. „Das Metzler-Geschäftsmodell mit seinen vier Kerngeschäftsfeldern Asset Management, Capital Markets, Corporate Finance und Private Banking bleibt selbstverständlich in den Grundfesten unverändert und wird weiter geschärft“, so Müller.

Die Bilanzsumme des Konzerns habe mit 3,7 Mrd. EUR nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres gelegen, sei für den Erfolg des spezialisierten Geschäftsmodells aber wenig aussagekräftig. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel des Bankhauses und der Metzler-Finanzholding-Gruppe hätten die Mindestanforderungen weiter deutlich überstiegen; sie bestünden ausschließ­lich aus hartem Kernkapital. Mit einer Kernkapitalquote von über 20 % sehe sich Metzler für bestehende und künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen unverändert gut gerüstet. Gemäß Metzlers langjähriger Praxis habe das Bankhaus auch im Jahr 2019 die Reserven nach § 340f HGB dotiert. Auf die Zurechnung der Reserven nach § 340f HGB und weiterer stiller Reserven zum aufsichtsrechtlichen Eigenkapital werde weiterhin vollständig verzichtet. Metzlers Liquidi­tätslage sei aufgrund des Geschäftsmodells jederzeit sehr komfortabel. Die Liquiditätsdeckungs­quote (LCR) der Metzler-Finanzholding-Gruppe habe zum 31. Dezember 2019 194 % betragen.

Jahrespressegespräch 2020
Jahrespressegespräch 2020

Müller berichtet über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019. Der Bilanzgewinn betrage wie immer 2,3 Mio. EUR. Das Provisionsergebnis sei zwar von 196 Mio. EUR auf 191 Mio. EUR gesunken, das Zinsergebnis aber habe im Berichtsjahr mit 7 Mio. EUR den Vorjahreswert von 5 Mio. EUR übertroffen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen auf Sach­anlagen hätten mit 190 Mio. EUR rund 1 % über dem Niveau des Vorjahres von 187 Mio. EUR. gelegen. Die Personalaufwendungen seien bei einer um 3 % gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um rund 5 Mio. EUR gestiegen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen auf Sachanlagen hätten sich hingegen um 2 Mio. EUR reduziert. Insgesamt seien Aufwendungen zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie Kosten für Markt- und Indexdaten sowie externes Research unverändert stark ins Gewicht gefallen. Metzler habe bis zum Jahresende 2019 850 Mitarbeiter beschäftigt, wobei die Zahl in den ersten Monaten dieses Jahres auf ca. 830 gesunken sei.

Im Geschäftsfeld Asset Management hätten sich die Total Assets von 74 Mrd. EUR um ca. 16 % auf 86 Mrd. EUR zum Jahresende 2019 erhöht. Der Zuwachs sei maßgeblich durch die allgemein sehr positive Entwicklung an den Aktienmärkten und erfreuliche Nettomittelzuflüsse verursacht worden. Zum konsequenten Ausbau der ESG-Kompetenz habe die Metzler Asset Management GmbH weitere Schritte vollzogen: Mittlerweile seien sukzessive Nachhaltigkeitskriterien in den Investmentprozess einbezogen und in die diskretionär gesteuerten Aktien-, Renten- und Multi-Asset-Mandate als vollständige ESG-Integration umgesetzt worden, wodurch Metzler Asset Management sich als ein führender Anbieter im Markt etabliert habe. Dank tiefgehender Wert­sicherungskompetenz habe Metzler auch in diesem Segment an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen können. Dabei sei das Kapital der Investoren nicht nur vor Kursverlusten, sondern auch vor einer realen Entwertung durch Inflation geschützt worden. Viele Investoren hätten diese Strategien daher in Zeiten von niedrigen Zinsen und hohen Unsicherheiten als Anlage für ihre Unternehmensliquidität oder als „Alternative Investments“ in ihren Portfolios genutzt. Dank Optionsreplikation und entsprechendem Risikomanagement seien auch in schwierigen Zeiten die Wertuntergrenzen nie gefährdet gewesen.

Die Metzler Pension Management GmbH agiere als zentraler Lösungsanbieter des Konzerns in der betrieblichen Altersversorgung und entwickle seit über 20 Jahren maßgeschneiderte Lösun­gen in den Tätigkeitsfeldern betriebliche Altersversorgung, Lebensarbeitszeitkonten und Gutschriftenpläne. Die Metzler Pensionsfonds AG sowie die Contractual Trust Arrangements (CTAs) Metzler Trust e. V. und Metzler Treuhand e. V. hätten zum Bilanzstichtag mehr als 200 Unternehmen mit über 60.000 Versorgungsverhältnissen betreut – mit hieraus resultierenden Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern von 5 Mrd. EUR (Vorjahr: 4 Mrd. EUR).

Im Geschäftsfeld Metzler Capital Markets betreue die Frankfurter Privatbank Kunden in allen Fragen rund um das Aktien-, Renten-, Geld- und Devisenmarktgeschäft. Das Geschäft im klassi­schen Aktienbrokerage mit institutionellen Kunden aus dem In- und Ausland sei von anhalten­dem Margendruck geprägt; die Provisionserlöse in diesem Segment hätten daher gegenüber dem Vorjahr noch einmal leicht nachgegeben. Metzlers Research habe sich in diesem Umfeld gut behauptet; so hätten sich die Erträge in diesem Bereich erhöht. Zudem sei das Research­angebot verbreitert worden, und es seien neue Kunden gewonnen worden; diese Kombination habe für ordentliche Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr gesorgt. Dazu käme, dass mehrere Analysten des Equity-Research-Teams wiederholt vordere Plätze im Analysten-Ranking des US-Hauses Starmine belegten. Weniger zufriedenstellend hätten sich laut Müller die Bereiche Equity und Debt Capital Markets entwickelt. Dennoch zeigt er sich in seinen Ausführungen optimistisch: Die Kunden brächten Metzler großes Vertrauen entgegen, was für Dienstleistungen im Zusam­menhang mit Neuemissionen, Kapitalerhöhungen und Platzierungen sowie für die Fremdkapital­beschaffung eine elementare Voraussetzung sei; zudem gründe sich dieser Optimismus auch auf einem exzellenten Netzwerk in der deutschen Unternehmenslandschaft. „Keine Überraschungen im Bereich Fixed Income 2019: Niedrigzinsen, soweit das Auge blickt“, so Müller. Trotz dieser wenig günstigen Bedingungen sei es Metzler gelungen, das Ergebnis des Vorjahres im Geschäft mit institutionellen Fixed-Income-Kunden zu übertreffen und erneut Mandate hinzuzugewinnen. Wieder erfolgreich habe Metzlers Currency Management abgeschnitten – so sei das verwaltete Volumen auf 4,3 Mrd. EUR (Vor­jahr: 2,8 Mrd. EUR) gesteigert worden. Die Dienstleistungen in diesem Geschäftszweig seien so umfangreich wie flexibel: Sie würden von einem passiven Overlay mit vollständig quantitativ und aktiv gesteuerten Hedgequoten bis hin zu der abgeleiteten Smart-Beta-Strategie FX Protected Carry reichen, die sich in Sachen Performance und Mittel­zuflüssen im Berichtsjahr als sehr erfolgreich erwiesen habe.

Emmerich Müller
Emmerich Müller, persönlich haftender Gesellschafter B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA

Bei Metzler Corporate Finance blickt Müller auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr zurück. In erster Linie sei man für Familienunternehmen tätig geworden, aber auch für deutsche und inter­nationale Konzerne sowie Finanzinvestoren. Metzler habe bei der erfolgreichen Umsetzung wichtiger Transaktionen beraten und Projekte sowohl im Rahmen von großen internationalen Bieterverfahren zum Abschluss geführt als auch in speziell zugeschnittenen Transaktionen mit ausgewählten Käufern. So seien familiengeführte Unternehmen bei der Neuordnung ihrer Gesellschafterstrukturen begleitet, Buy-outs von Private-Equity-Investoren zum Erfolg geführt, Käufer aus Asien beim Beteiligungszukauf unterstützt und Gesellschafter von Unternehmen in Umbruchsituationen intensiv betreut worden.

Das Geschäftsfeld Private Banking umfasse die Vermögensverwaltung sowie die Strukturierung und das Controlling für große Vermögen von Unternehmern oder Unternehmerfamilien, Stiftun­gen und Privatpersonen. Die Unabhängigkeit im Private Banking zeige sich darin, dass Metzler auf Produktplatzierungen verzichte, um die Kundeninteressen uneingeschränkt wahren zu können. Vielmehr würden die Anlageentscheidungen ausschließlich auf einem strukturierten und systematischen Investmentprozess basieren, der transparent und nachvollziehbar sei. Dabei stünden der langfristige Vermögenserhalt sowie der angemessene Umgang mit den Elementar­risiken der Vermögensanlage im Vordergrund. Der langfristige Ansatz spiegele sich auch in der außergewöhnlich hohen Personalkontinuität wider, die Metzlers Kunden sehr schätzten. Müller führt aus, dass sich die Mittelzuflüsse im Private Banking im Jahr 2019 positiv entwickelt hätten; das verwaltete Gesamtvolumen habe damit zum Berichtsstichtag über dem Vorjahreswert gelegen – zumal die Kurse an fast allen Aktienmärkten deutlich gestiegen seien.

In seinem Ausblick weist Müller darauf hin, dass Metzler einen wesentlichen Teil seiner Erträge in kapitalmarktorientierten Geschäftsfeldern erziele, die abhängig von der Entwicklung der Finanz­märkte naturgemäß Schwankungen unterlägen. Die nahezu unmöglich zu prognostizierende weitere Entwicklung der Coronapandemie stelle auch das Bankhaus vor mannigfaltige Heraus­forderungen. Davon werde auch die eigene Geschäftsentwicklung beeinflusst werden. Wie stark und wie lange, sei jedoch derzeit noch nicht seriös abschätzbar.

Er hebt dabei hervor, dass Metzlers grundsätzlich risikodefensive und sehr langfristig ausge­richtete Geschäftsstrategie sowie die komfortable Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung gute Voraussetzungen für eine langfristig weiter positive Entwicklung böten. Darüber hinaus würden die Unabhängigkeit des Bankhauses, das klare Geschäftsmodell und die erprobten Strukturen die Basis bilden, um flexibel auf Veränderungen reagieren und jederzeit entsprechend die Weichen stellen zu können. „Wir sind daher überzeugt, dass sich unser Geschäft weiterhin erfolgreich entwickelt“, schließt Emmerich Müller seine Ausführungen zu Metzlers Berichtsjahr 2019 ab.

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Geschäftsbericht 2019 26.5.2020 PDF — 133 KB

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