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Interview für Kooperationspartner Bank für Kirche und Diakonie - 24.9.2020

Die Kunst der Einfachheit

Gemeinsam mit der Bank für Kirche und Diakonie bietet Metzler Private Banking eine nachhaltige Vermögensverwaltung an. Warum und für wen das Angebot interessant ist, erläutern Thomas Nolten und Marc Vits, Bankhaus Metzler, sowie Stefan Brenken, Bank für Kirche und Diakonie in einem Interview.

Herr Brenken, Sie arbeiten seit 2020 als Spezialist für nachhaltige Geldanlagen und Wertpapiere für die Bank für Kirche und Diakonie. Sie sind zuständig für die Zusammenarbeit mit dem Bankhaus Metzler. Was ist Ihnen bei der Vermögensanlage für Ihre Kunden besonders wichtig?

Stefan Brenken: Ich suche, zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Team nachhaltige Geldanlagen und Wertpapiere, für unsere Kunden werthaltige Anlagemöglichkeiten, die unseren besonderen Leitlinien entsprechen. Mein persönliches Ziel sind einfache und nachhaltige Lösungen mit messbaren Ergebnissen. Wenn es um größere Anlagesummen geht, ist eine Vermögensverwaltung eine gute Wahl.

Herr Nolten, wie kam es zur Zusammenarbeit Ihrer Privatbank mit der Bank für Kirche und Diakonie?

Thomas Nolten: Die Geschichte des Bankhauses Metzler beginnt im Jahre 1674, als der evangelische Pfarrerssohn Benjamin Metzler in Frankfurt am Main eine Tuchhandlung gründete. Insofern geht unsere Verbindung zur evangelischen Kirche sogar auf den Gründervater des Bankhauses zurück. Mit der KD-Bank verbindet uns in erster Linie ein gemeinsames Wertegerüst. So steht der Kunde, also der Mensch, stets im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir denken als Familienunternehmen langfristig und streben für unsere Kunden den Vermögenserhalt über Generationen an. Dazu gehört auch der Anspruch, nachhaltig zu investieren. Daher sind wir seit 2014 Partner der KD-Bank in der nachhaltigen Vermögensverwaltung.

Herr Vits, Nachhaltigkeit ist für die Bank für Kirche und Diakonie und für ihre kirchlichen und diakonischen Anleger sehr wichtig; wie setzen Sie dies in Ihrer Vermögensverwaltung um?

Marc Vits: Im Nachhaltigkeitsansatz des Metzler Private Banking verwalten wir Vermögen aktiv unter Einbezug sozialer, ökologischer und unternehmensethischer Kriterien. Die Emit tenten im Hinbl ick auf Nachhaltigkeitsmerkmale in ihrer Geschäftstätigkeit zu prüfen, übernimmt unser unabhängiger Partner ISS ESG für uns, eine der weltweit führenden Ratingagenturen in diesem Segment. Der dafür eingesetzte Nachhaltigkeitsfilter, eine Kombination aus einem Best-in-Class-Ansatz und definierten Ausschlusskriterien, ist in Zusammenarbeit mit der KD-Bank entstanden und orientiert sich am Anspruch der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Herr Nolten, Vermögenserhalt über Generationen klingt in einer Zeit mit Negativzinsen spannend. Wie gelingt Ihnen das?

Thomas Nolten: Für uns gilt es in erster Linie, jene Risiken zu steuern, die den langfristigen Vermögenserhalt gefährden. Dazu gehören Inflation und Deflation, aber auch politische Risiken. Ausreichend Schutz bietet ein ausgewogenes Portfolio aus Sach- und Nominalwerten. In Zeiten finanzieller Repression, also einem schleichenden Sparverlust durch negative Realzinsen, kommt man insbesondere um eine Anlage in Sachwerten wie Aktien nicht herum, um Vermögen langfristig erhalten zu können. Bei der Auswahl der Unternehmen achten wir neben Nachhaltigkeitsaspekten vor allem auf solide und langfristig stabile Geschäftsmodelle.

Darauf möchten wir gern näher eingehen. Herr Vits, wie arbeitet Metzler in der Vermögensverwaltung?

Marc Vits: Wir konzentrieren uns bewusst auf die Anlageklassen Aktien, Anleihen und Liquidität. Diese sind transparent, jederzeit handelbar und für uns bewertbar. Das uns anvertraute Vermögen wird im Rahmen eines aktiven Managementansatzes verwaltet. Dabei treffen wir Anlageentscheidungen auf der Basis eigener Analyseergebnisse. Im Rahmen der Fundamentalanalyse erörtern wir sowohl makroökonomische als auch unternehmensspezifische Fragen und beziehen die Ergebnisse des Nachhaltigkeitsfilters ein. Dabei kommt der Prüfung von Einzeltiteln eine besondere Bedeutung zu, um das Kurssteigerungspotenzial bestmöglich zu ermitteln.

Herr Nolten, welche Auswirkungen hat die Coronakrise?

Thomas Nolten: Solange kein wirksames Medikament oder gar ein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung steht, wird das Virus die Gesellschaft, die Wirtschaft und damit auch den Kapitalmarkt beeinflussen. Letzterer bleibt daher schwankungsanfällig. Ferner dürfte die weltweit expansive Geldpolitik in Kombination mit einer vielerorts hohen Staatsverschuldung dafür sorgen, dass Zinsen und Anleiherenditen auf absehbare Zeit niedrig bleiben werden. Ungeachtet der aktuellen Entwicklungen scheint der Trend zum nachhaltigen Investieren ungebrochen. Nachhaltige Investments entwickelten sich insbesondere am europäischen Aktienmarkt in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich gut.

Herr Brenken, was sagen Sie zur Zusammenarbeit mit Metzler in der Vermögensverwaltung?

Stefan Brenken: Die Zusammenarbeit mit dem Bankhaus Metzler nehme ich als sehr partnerschaftlich wahr. Sie ist geprägt vom beiderseitigen Respekt und einer hohen Expertise. Kontroversen werden offen angesprochen und diskutiert, immer mit dem Ziel, das beste Ergebnis für unsere Kunden zu erreichen. Eine Vermögensverwaltung im Hause Metzler ist insbesondere dann interessant, wenn Sie ausschließlich in liquiden Aktien, Renten und Cash investieren wollen. Es erfolgt keine Anlage in Zertifikaten oder strukturierten Finanzinnovationen. Im Ergebnis erhalten Sie eine transparente und jederzeit nachvollziehbare Vermögensverwaltung. Das aktive Management besitzt eine hohe Übereinstimmung mit unserem nachhaltigen Verständnis.

Herr Vits, zum Abschluss unseres Gesprächs: Was raten Sie kirchlichen Anlegern für die Zukunft?

Marc Vits: Die andauernd niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass der reale Kapitalerhalt mit Anleihen nur unter Inkaufnahme erhöhter Risiken möglich ist – wenn überhaupt. Daher halten wir es für unerlässlich, Substanzvermögen wie Aktien im Portfolio ausreichend zu gewichten. Aktien haben zwar eine höhere Schwankungsbreite als Anleihen, doch sollte dies für langfristig orientierte Anleger nur eine untergeordnete Rolle spielen. Denn mit der Länge des Anlagehorizonts verliert die sogenannte „Aktienvolatilität“ an Bedeutung.

Das Interview erschien zunächst im Online-Magazin der KD-Bank

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