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„Als Vermessungsingenieurin gibt es viele Fachgebiete, auf denen ich arbeiten kann.“

Im September 2014 hat das Goethe-Institut Portugal die Anzeige für dieses Stipendium in Facebook gepostet und ich habe es zufällig gesehen. Als ich die Anzeige gelesen habe, habe ich sofort gedacht, dass es für mich gemacht wurde. Ich habe schnell meine Bewerbung geschickt und mich sehr gefreut, als ich ausgewählt wurde.

Ich war schon einige Male in Deutschland sowohl im Urlaub als auch in manchen Goethe-Instituten. Ich habe bereits an fünf Intensivkursen teilgenommen. Die deutsche Sprache hat mir seit meiner Kindheit sehr gut gefallen und aus diesem Grund habe ich diese Kurse erst zum Spaß besucht.

Zuerst wusste ich nicht, wie mein Studium auf Deutsch heißt. Infolgedessen habe ich eine Lehrerin meiner Fakultät, die auch meine Ausbildung hat und in Deutschland studiert und gewohnt hat, gefragt, wie ich am besten auftreten soll. Sie hat mir schnell erklärt: In Deutschland nennt man man meine Ausbildung Vermessungswesen, nicht Geomatik, wie ich glaubte. Jetzt muss ich meine Unterlagen beim nächsten Termin bei der Arbeitsagentur ändern und hoffentlich finde ich von nun an die richtigen Stellen, um mich zu bewerben.

Bei der Jobmesse des VDI in Mannheim Ende Februar habe ich mit verschiedenen Firmen gesprochen und musste viele Male erklären, was ich studiert habe. Es war eine gute Erfahrung, die es mir ermöglicht hat, Deutsch in einem ungewöhnlicheren Kontext als im Unterricht zu üben.

Um meine Berufserfahrung zu erweitern, suche ich ein Trainee- oder Berufseinsteigerprogramm. Dort möchte ich nicht nur meine Kenntnisse in die Praxis umsetzen, sondern mich auch in die Arbeitswelt einleben. Als Vermessungsingenieurin gibt es viele Fachgebiete, in denen ich arbeiten kann.

Ich bin viel durch Deutschland gereist, daher kenne ich das Land schon relativ gut. Meiner Meinung nach ist es sehr organisiert, ruhig, hat ausgezeichnete öffentliche Verkehrsmittel, schöne Städte und freundliche Leute. Dass am Sonntag fast alles geschlossen ist, war für mich am Anfang eine Überraschung, aber ich habe mich schon daran gewöhnt. Schlecht finde ich, dass man in fast allen öffentlichen Toiletten bezahlen muss. Ich habe mit dem Kulturprogramm vom Goethe-Institut Museen besucht, in denen ich viel über die Geschichte Frankfurts und Deutschlands gelernt habe. In Köln habe ich ein bisschen vom Karneval erlebt und in Aschaffenburg bin ich spazieren gegangen. Außerdem habe ich eine kleine Reise durch die Welt der Gastronomie gemacht. Ich habe sowohl portugiesische Spezialitäten in einem sehr typischen Restaurant in Mainz gegessen, als auch leckeres Sushi gemütlich bei meiner Metzler-Patin zu Hause genossen. Häufiger waren unsere Treffen in der Metzler-Kantine, wo wir zusammen zu Mittag gegessen und Neuigkeiten geteilt haben.

Die Lehrerin am Goethe-Institut ist sehr sympathisch, hilfsbereit, verständnisvoll und geduldig. Meine Kolleginnen und Kollegen sind jeden Tag gut gelaunt, unternehmungslustig und haben viel Lust auf Lernen. Deshalb gibt es eine entspannte Atmosphäre im Unterricht, die das Lernen leichter macht. Im Unterricht habe ich weitere deutsche Städte durch Präsentationen kennengelernt, meine Aussprache und Grammatik verbessert und meinen Wortschatz vergrößert. Interessant fand ich auch, täglich die Entwicklung meiner Kolleginnen und Kollegen beim Sprechen hören zu können.