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Kompetenzen verbinden mit Metzler/Payden
Information für professionelle Anleger - 21.11.2022

Best-Case-Szenario 2023: „Weiche Landung“ der US-Wirtschaft

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Für die meisten Volkswirte und Marktteilnehmer ist klar: Die aggressive Straffung der Geldpolitik der Federal Reserve wird bald zu einer Rezession in den USA führen. Doch oft kommt es anders als gedacht – Anleger sollten daher auch die übrigen Szenarien im Blick behalten.

Jeffrey Cleveland, Chief Economist, Payden & Rygel
Autor: Jeffrey Cleveland, Chief Economist, Payden & Rygel

Fast alle Zeichen stehen auf Rezession

Derzeit ist kaum ein US-amerikanischer CEO zu finden, der für 2023 nicht mit einer Rezession rechnet. Aber Volkswirte haben sich in der Vergangenheit auch immer wieder geirrt, entsprechend konstatierte Paul Samuelson: „Ökonomen haben neun der letzten fünf Rezessionen vorhergesagt.“1

Der Leading Economic Index (LEI) erreichte im Februar 2022 ein Rekordhoch und fiel bis September um 2,9 %. Auch Umfragen unter den Verbrauchern deuten auf die Abschwächung der Wirtschaft, beispielsweise sank die Stimmung der US-Verbraucher im Jahr 2022 deutlich und verharrt seither auf sehr niedrigem Niveau.

Obwohl viele Zeichen auf Rezession stehen, sollte für 2023 auch das Szenario einer möglichen „weichen Landung“ der US-Wirtschaft in Betracht gezogen werden. Fünf Gründe sprechen unseres Erachtens für ein optimistischeres Szenario 2023:

1. Derzeit keine Rezession in den USA

Eine Rezession lässt sich nicht ausschließlich an der Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) festmachen. Zu den anderen wichtigen Indikatoren zählen die Arbeitsmarktdaten. Bisher ließ sich vor Beginn einer Rezession stets ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte beobachten (s. Abb.). Die Arbeitslosenquote in den USA ist jedoch 2021 um mehr als einen Prozentpunkt auf 3,5 % gesunken – den tiefsten Stand seit 50 Jahren. 2022 haben Unternehmen mehr als 3,8 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Selbst wenn sich das Beschäftigungswachstum 2023 verlangsamt, dürfte die Arbeitslosenquote weiter niedrig bleiben und möglicherweise sogar sinken.

Arbeitsmarkt als wichtiger Indikator für eine Rezession
Sahm-Regel: 3-Monats-Durchschnitt der Arbeitslosenquote im Verhältnis zum 12-Monats-Tief (in Prozentpunkten)

Quelle: Claudia Sahm

Die Arbeitslosenquote liegt zu Beginn jeder Rezession mindestens 0,5 Prozentpunkte über dem Tiefpunkt des Zyklus

2. Extreme Nachfrage nach Arbeitskräften lässt nach

Die Zahl der offenen Stellen stieg 2021 vor allem aufgrund des pandemiebedingten Arbeitskräftemangels stark. Unternehmen schrieben daraufhin mehr Stellen aus und boten höhere Löhne. Sinkt nun die extreme Nachfrage nach Arbeitskräften, weil sich die Wirtschaft abkühlt, verlangsamt sich das Lohnwachstum und auch Befürchtungen einer Lohn-Preis-Spirale dürften zurückgehen.

3. Lohnsteigerungen sind kein Grund zur Sorge

Lohnerhöhungen kommen den US-Verbrauchern zugute und kurbeln das Wirtschaftswachstum an. Bis September stiegen die Löhne und Gehälter im Jahresvergleich um 8,2 % und lagen damit sogar über der Kerninflation, die im Jahresvergleich zwischen 5 und 6 % lag. Einkommenszuwächse hängen eng mit den Verbraucherausgaben in den USA zusammen und geben der Wirtschaftstätigkeit deutlichen Rückenwind.

4. Übertreibungen wurden bereinigt

2022 sank das BIP in der ersten Jahreshälfte, Immobilien und Technologiewerte verzeichneten große Verluste. Extreme Entwicklungen in Wirtschaft und Finanzsystem wurden somit bereinigt und Voraussetzungen für ein gesünderes, ausgeglicheneres Wachstum geschaffen.

5. Wohnkosten als Treiber der Inflation dürften wieder sinken

Wohnen ist eine Schlüsselkomponente im Verbraucherpreisindex der USA und setzt sich aus den Mieten für Wohnungen und Einfamilienhäuser zusammen. Diese Komponente steht für 40 % des Anstiegs der Kerninflation der vergangenen zwölf Monate. Sie folgt der Entwicklung der Wohnimmobilienpreise mit einer gewissen Verzögerung: Immobilienpreise haben inzwischen ihren Höchststand erreicht und dürften 2023 sinken.

Sinkt die Kerninflation und bleibt die Arbeitslosenquote niedrig, könnte die Fed ihre Haltung ändern und weitere Zinserhöhungen aussetzen. Eine niedrigere Inflation dürfte das reale Einkommen der Verbraucher erhöhen, die dann ihre Ausgaben ankurbeln und so den Konjunkturzyklus möglicherweise verlängern.

Metzler Payden Amerika

Opportunitäten im Best-Case-Szenario

Viele schlechte Nachrichten sind bereits eingepreist. Somit scheint eine weiche Landung der US-Wirtschaft als Best-Case-Szenario für 2023 möglich mit einem moderaten BIP-Wachstum von 1 bis 2 %, einer sich auf 3 bis 4 % abschwächenden Kerninflation, einer niedrigen Arbeitslosenquote und einem gesunden Lohnwachstum. Die Fed würde im ersten Quartal 2023 das Tempo verringern, den Leitzins bis auf ca. 5 % anheben und im zweiten Quartal pausieren.

In der Regel erreichen Renditen von Staatsanleihen dann ihren Höchststand, wenn die Fed sich dem Ende ihres Leitzinserhöhungszyklus nähert. Dann steigt auch der Risikoappetit der Anleger. Davon könnten auf dem Anleihemarkt dann beispielsweise hochverzinsliche US-Unternehmensanleihen mit Renditen von bis zu 9 bis 10 % profitieren.

 

1Quelle: Barron's

Über Metzler/Payden

Metzler/Payden ist ein Joint Venture des Bankhauses Metzler mit dem US-amerikanischen Asset-Manager Payden & Rygel und feiert im Jahr 2023 sein 25-jähriges Bestehen. Kundenzentrierung, maßgeschneiderte Lösungen sowie internationale Expertise stehen im Mittelpunkt beider Partner.

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Joannis Karathanasis
Joannis Karathanasis

Managing Director
Metzler/Payden, LLC

+49 69 2104-1253

metzler-payden@metzler.com

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