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21.9.2018

Eigenanlage von Banken: Ein wertgesichertes Dividendenportfolio

Aufgrund ihrer starken Volatilität kommen Aktien bei der Eigenanlage von Banken nur bedingt infrage. Renten werden immer unattraktiver, weil ihr Ertragspotenzial signifikant gesunken ist und das Risiko für Kursrückgänge steigt. Ein dividendenstarkes Aktienportfolio in Kombination mit einer Wertsicherung ist deshalb gerade für Banken sinnvoll, um regelmäßige Ausschüttungen zu erreichen, ohne die Risikotragfähigkeit zu überschreiten. Metzler Asset Management setzt dieses Konzept bereits erfolgreich als Spezialfonds in der Eigenanlage von Banken um.

Anlageziel: Regelmäßige Ausschüttungen trotz geringen Risikobudgets


Früher erzielten Banken mit ihrer Eigenanlage vor allem am Rentenmarkt regelmäßige Erträge. Bei anhaltend niedrigen Zinsen müssen sie nun höhere Risiken eingehen, um ihr Ertragsziel zu erreichen – also stärker in Aktien investieren. Allerdings engen knappe Risikobudgets für das Aktienportfolio im Depot A und regulatorische Vorgaben der Bankenaufsicht den Spielraum ohnehin schon ein. Hinzu kommt, dass bei der Eigenanlage nicht nur die langfristigen Ertragserwartungen wichtig sind; die Stichtagsabhängigkeit aufgrund von bilanziellen Vorgaben rückt auch den Pfadverlauf in den Fokus. Es geht nicht allein um die Reduktion der Volatilität, sondern um die Reduktion von temporären Verlusten. Ziel ist also ein Aktienportfolio, das wenig Risikobudget benötigt, regelmäßige Ausschüttungen bringt, große Drawdowns vermeidet und trotzdem an Aktienkurssteigerungen maximal partizipiert. Leisten kann dies ein Portfolio mit Dividendentiteln, kombiniert mit einer effektiven Wertsicherung.

Dividendentitel als Basisinvestment


Der Investmentansatz des Metzler European Dividend Sustainability setzt auf Aktien aus Europa. Europa ist für Dividendentitel die strukturell attraktivste Region weltweit. Ergänzend zu finanzwirtschaftlichen Indikatoren werden bei der Auswahl der Titel Kennzahlen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung systematisch integriert.

Ziel ist es, die Einzeltitelselektion dadurch zu verbessern, dass zusätzliche Alphaquellen frühzeitig erkannt und substanzielle Verlustrisiken vermieden werden. Mit der Integration von Nachhaltigkeitskomponenten lassen sich zudem Anlagerisiken aus der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens reduzieren. Denn Unternehmen, die großen Wert auf Arbeitsplatzsicherheit, Einhaltung von Menschenrechten und Reduktion von Schadstoffen legen, laufen weniger Gefahr, Reputationsschäden zu erleiden – mit den entsprechenden negativen Konsequenzen für die Wertentwicklung des jeweiligen Aktieninvestments. Die fundamentale Analyse steht im Mittelpunkt des Investmentprozesses – hier liegt der Fokus auf der Einzeltitelselektion (bottom-up). Überlegungen zu Ländern und Sektoren spielen eine untergeordnete Rolle. Die Investmentstrategie ist auf Unternehmen herausragender Qualität mit überdurchschnittlicher Dividendenrendite und hohem Dividendenwachstum fokussiert.

Breite Diversifikation plus ESG-Integration


Investiert wird in europäische Unternehmen jeder Marktkapitalisierung (All-Cap-Investmentansatz). Die Basis des Portfolios bilden attraktive Large Caps mit stetig steigenden Dividenden. Zusätzlich investieren wir in herausragende Nebenwerte mit Potenzial für deutliches Dividendenwachstum (Mid und Small Caps). Bevorzugt werden Unternehmen mit hoher Transparenz von Geschäftsstruktur und -entwicklung, die zuverlässige Rentabilität bei gleichzeitig solider Bilanz sowie nachhaltig steigender oder stabiler Dividende bieten. Die Integration von Nachhaltigkeitskomponenten erfolgt über den gesamten Investmentprozess.

Die Bandbreite an Dividendenzahlungen reicht von nachhaltig hohen Ausschüttungen und damit kalkulierbaren Erträgen bis hin zu Sonderdividenden und Aktienrückkäufen. Um alle damit verbundenen Investmentchancen voll auszuschöpfen und das Risiko-Rendite-Profil zu optimieren, diversifizieren wir das Fondsvermögen breit über alle Dividendenkategorien und profitieren damit von unterschiedlichen Dividendenquellen. Ziel ist, jederzeit optimal in den unterschiedlichen Dividendenkategorien investiert zu sein, weshalb das Verhältnis von defensiven zu zyklischen Aktien im Portfolio schwankt.

Ziel unserer ESG-Integration ist zum einen, substanzielle Verlust- und Reputationsrisiken zu vermeiden, und zum anderen, die Performance durch die zusätzliche Identifikation von Alphaquellen über ein performanceorientiertes Nachhaltigkeitsrating langfristig zu steigern. Wir berücksichtigen hierbei quantitative und qualitative Aspekte.

Wertsicherung im Dividendenportfolio


Die Kombination eines aktiv gemanagten Dividendenportfolios mit einer aktiven Risikosteuerung bietet eine effiziente Reduktion des Value-at-Risk und der Volatilität des Investments. Mit einer dynamischen Asset-Allokation und integriertem Risikomanagement können Anleger an steigenden Aktienkursen partizipieren; gleichzeitig sind ihre Verluste begrenzt, und Drawdowns werden deutlich reduziert. Unsere Strategien zeichnen sich durch minimierte Sicherungskosten aus und erzielen eine deutlich stabilere, das heißt schwankungsärmere Wertentwicklung als ein reines Aktieninvestment.

Mit einer Wertsicherungsstrategie lässt sich die Verteilung der Renditen asymmetrisch gestalten – zum Beispiel so, dass die Risikoeigenschaften des Dividendenportfolios wie der Value-at-Risk entsprechend den Anforderungen des Anlegers deutlich verbessert werden, während die Ertragserwartung nur relativ gering beschnitten wird. Mithin können Erträge in Form von Dividenden erwirtschaftet und gleichzeitig die Aktienkursrisiken deutlich verringert werden. Die Risikotragfähigkeit wird somit weniger belastet als bei einem reinen Dividendenportfolio.

Für eine effektive Wertsicherung sind einige wichtige
Punkte zu beachten:

  • Weicht ein Aktienportfolio vom Underlying handelbarer Hedge-Instrumente ab, muss die Abweichung in das verfügbare Risikobudget einbezogen werden. Eine solche Abweichung gegenüber der hedgebaren Benchmark (Alpha) tritt üblicherweise bei aktiv gemanagten Aktienfonds auf. Da das vereinnahmte Alpha auch negativ sein kann, ergibt sich eine zusätzliche Risikoquelle.
  • Wertsicherungsstrategien sind typischerweise von einer gewissen Pfadabhängigkeit geprägt. Dabei gilt es, Wertsicherungskosten effizient zu minimieren und gleichzeitig die Gefahr eines Cash-Lock zu vermeiden.
  • Werden zur Sicherung Put-Optionen eingesetzt, können diese durch den Verkauf von Call-Optionen refinanziert werden, um die Strategiekosten zu minimieren.

Wertsicherungsstrategien lassen sich über Futures oder Put-Optionen implementieren. Entscheidend ist, ob eine feste Wertuntergrenze oder eine rollierende Beschränkung des Value-at-Risk erreicht werden soll. Eine statische Skalierung des Aktieninvestments ist nicht zielführend, da Risiken stark schwanken können und somit Reallokationen nötig sind. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile; über das passende Vorgehen muss in jedem Einzelfall entschieden werden.