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Marktunabhängige Zusatzrenditen durch Wertpapierleihe

Zusatzerträge aus Wertpapieren, ohne Einschränkung der Verfügbarkeit

Bei der Wertpapierleihe, dem Securities Lending überlässt der Verleiher Wertpapiere aus seinem Portfolio einem Entleiher, dem Counterpart, der seinerseits eine Leihgebühr bezahlt. Zudem stellt der Entleiher Sicherheiten, die das Grundgeschäft übersteigen und das Risiko der Wertpapierleihe minimieren. Gebühren aus der Wertpapierleihe sind Zusatzerträge auf den Portfoliobestand, die ohne Einschränkung der Verfügbarkeit von Wertpapieren die Gesamtrendite steigern. Bei niedrigen Renditen am Bondmarkt und unsicheren Aktienmärkten bietet es sich an, diese Ertragsquelle zu nutzen, zumal bei gleichbleibenden Kosten und Performancedruck.

Grundsätzlich gibt es – je nach Art der Besicherung (Collateral) – zwei Teilmärkte: für General Collateral und für Special Collateral. Im ersten Fall geht es nicht um bestimmte Papiere, sondern um die Qualität von Asset-Klassen. Dementsprechend sind die an diesem Markt zu erzielenden Gebühren niedriger als die am Markt für Specials, wo ganz bestimmte Wertpapiere gesucht werden: Für stark gefragte deutsche Staatsanleihen kann ein Verleiher beispielsweise Gebühren von bis zu 20 Basispunkten erzielen.

Modelle der Wertpapierleihe
Modelle der Wetpapierleihe

KAGplus: Sicher und einfach

KAGplus ist ein System der Clearstream Banking Frankfurt, das speziell für Leihgeschäfte von Sondervermögen entwickelt wurde und ideal ist für Einsteiger. Das Sondervermögen kontrahiert einen Counterpart aus seiner Brokerliste direkt. Für die Verbuchung und Umsetzung nutzt das Bankhaus Metzler KAGplus. Clearstream übernimmt das komplette Collateral Management inklusive Margening. Die Sicherheiten, die seitens KAGplus verlangt werden, sind in der Collateral Matrix der Deutschen Börse definiert, die selbst zusätzliche Garantien gibt. Wegen der hohen Sicherheit der Prozesse zertifizierte die BaFin Clearstream Banking Frankfurt als „organisiertes System“. Aus dieser Klassifizierung ergibt sich der entscheidende Vorteil, nicht nur 10 % des Fondsvermögens an einen Entleiher geben zu können, sondern theoretisch bis zu 100 %.

KAGplus ist beim Bankhaus Metzler im Einsatz und hat sich als sicher und einfach bewährt. Die Marktdurchdringung des Systems und die Zahl der Entleiher steigen stetig; aktuell prüft Clearstream eine Internationalisierung des Systems.

Bilaterales Lending mit Metzler als Agent

Die zweite Variante ist eine bilaterale Vertragsbeziehung des Sondervermögens mit ausgewählten Counterparts des Wertpapierleihemarktes. Das Bankhaus Metzler übernimmt das Collateral Management, Vertragsanbahnung und -verwaltung sowie die Gebührenverwaltung. Die Vorteile des bilateralen Lendings gegenüber der KAGplus-Variante: Es ist kostengünstiger, und aktuell ist das nutzbare Asset-Volumen aufgrund der größeren Palette zugelassener Wertpapiere höher.

Dieser Artikel erschien im Metzler Portfolio Insight – Das Magazin für den institutionellen Anleger, herausgegeben vom Metzler Asset Management, 4. Quartal 2010.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenbetreuer oder an

Andreas Tanneberger, Metzler Capital Markets, Fixed Income, Trading
Andreas Tanneberger

(+49) 69 2104-685

ATanneberger@metzler.com