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Metzler meets Fraunhofer - 13.2.2019

Wirtschaftliche Implikationen der Klimaziele

„Wir müssen unsere Emissionen an Treibhausgasen bis zur Mitte des Jahrhunderts in Europa um etwa 95 % reduzieren“, erläuterte Prof. Dr. Mario Ragwitz auf der Veranstaltung „Metzler meets Fraunhofer“ am 5. Februar 2019. Um das zu erreichen, müssten die Anstrengungen vor allem bei der Energieeffizienz und den erneuerbaren Energien deutlich gesteigert werden.

Metzler meets Fraunhofer – Wirtschaftliche Implikationen der Klimaziele
Prof. Dr. Mario Ragwitz, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI

Ragwitz sprach über die Herausforderungen des Klimawandels, wie diese anzugehen seien und welche wirtschaftlichen Chancen sich daraus ergeben könnten. Der promovierte Physiker des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ging in seinem Vortrag vor allem auf die CO2-Emissionen und deren möglichst schnelle Reduktion ein, um den weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, sei es vor allem nötig, erneuerbare Energien auszubauen und die Energieeffizienz durch Sektorenkopplung zu steigern: „Die Kopplung des Stromsektors mit den Bereichen Wärme, Verkehr und Industrie ist kritisch für die nächste Phase der Energiewende“ so die Überzeugung von Ragwitz. Mit einem Anteil von 72 % an den Gesamtinvestitionen in Energietechnologien, werde die Entwicklung von erneuerbaren Energien bis 2040 auch kräftig vorangetrieben. Gefördert werde auch der Fortschritt im Bereich der Elektrofahrzeuge. Auch wenn noch immer gewisse Feinjustierungen nötig seien, um diese auch in der Herstellung und Nachhaltigkeit der Batterien „sauberer“ zu gestalten.

Trotz ambitionierter Klimaziele ist Ragwitz jedoch optimistisch. Die Ziele seien umsetzbar, wenn die europäischen Nationen den Klimawandel weiterhin als gemeinsame Aufgabe betrachten. Zudem sollten bei Neuinvestitionen beispielsweise in Gebäuden oder Kraftwerken schon heute die Emissionsziele in 2050 berücksichtigt werden.

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