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Information für professionelle Anleger - 19.3.2026

Fed-Sitzung: Unverändert im Beschluss, restriktiver im Unterton

Ein Kommentar von Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management, zur Fed-Sitzung am 18. März 2026

 

Die Fed hat den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Auf den ersten Blick war die Sitzung unspektakulär: Der Median der Zinsprojektionen blieb im Wesentlichen stabil und auch die offizielle Grundlinie der Geldpolitik änderte sich kaum. Unter der Oberfläche fiel die Botschaft jedoch etwas restriktiver aus.

Der erste falkenhafte Punkt war die Projektion selbst. Die Inflationsprognosen wurden für dieses und das kommende Jahr nach oben korrigiert, während sich das Bild am Arbeitsmarkt kaum veränderte. Mit anderen Worten: Die Fed sieht einen stärkeren Preisauftrieb, ohne gleichzeitig eine nennenswerte Abschwächung der Beschäftigung zu unterstellen. Bemerkenswert ist, dass inzwischen eine substanziell große Minderheit gar keine Zinssenkung in diesem Jahr mehr erwartet.

Zweitens fiel die Powells Kommunikation vorsichtig, aber nicht taubenhaft aus. Die wiederholte Betonung, es sei „zu früh“, um die Folgen der Entwicklungen im Nahen Osten belastbar einzuschätzen, war keine Einladung zu präventiven Zinssenkungen, sondern eine klassische Rechtfertigung für Abwarten. Die Fed interpretiert die derzeitige Unsicherheit nicht als Grund, rasch zu handeln, sondern als Grund, es gerade nicht zu tun.

 

Edgar Walk
Diese Sitzung war weniger durch Veränderungen im Basisszenario bemerkenswert als durch die Verschiebung der Risikogewichtung.
Edgar Walk
Chefvolkswirt Metzler Asset Management

Drittens nahm Powell das Risiko steigender Energiepreise für die Inflationserwartungen erkennbar ernst. Nach mehreren Jahren überhöhter Inflation ist die Schwelle, angeblich temporäre Preisschübe einfach zu ignorieren, höher geworden. Genau darin lag ein wichtiger Akzent dieser Sitzung: Die Fed signalisiert, dass sie auch angebotsseitige Inflationsrisiken nicht leichtfertig „hindurchschauen“ wird.

Hinzu kommt, dass der geschätzte neutrale Zins leicht nach oben revidiert wurde. Das ist kein bloß technisches Detail. Wenn der neutrale Zins steigt, wirkt die aktuelle Politik weniger restriktiv, als es das nominale Zinsniveau vermuten lässt. Auch das spricht gegen die Vorstellung, die Fed stehe bereits klar vor einer Lockerungsphase.

Der abschließende Eindruck von Walk: Diese Sitzung war weniger durch Veränderungen im Basisszenario bemerkenswert als durch die Verschiebung der Risikogewichtung. Der Beschluss blieb unverändert, der Unterton war jedoch fester. Die Hürde für baldige Zinssenkungen ist eher gestiegen als gefallen.

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