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Franz von Metzler im Beitrag von Kristin Rau, erschienen in der WirtschaftsWoche am 08.02.26 - 19.2.2026

"Verantwortung fühlt sich anders an, wenn sie nicht mehr abstrakt ist"

Franz von Metzler
Franz von Metzler

Der Eintritt in den Vorstand des Bankhauses Metzler veränderte die Perspektive von Franz von Metzler - und zeigte ihm, was man nicht aus Büchern lernen kann.

Wie Entscheidungen vorbereitet und Strategien entwickelt werden, das hatte ich über viele Jahre gelernt. Zuerst in meinem Studium der Betriebswirtschaft, unter anderem in Mailand, London und Paris, anschließend bei einer Bank in London, für die ich einige Jahre als Analyst im Bereich Mergers & Acquisitions gearbeitet hatte.

Diese Zeit hat mich geprägt: Die Dynamik internationaler Märkte und die Geschwindigkeit von Entscheidungen haben meinen Blick für Verantwortung und Unternehmertum geschärft. Zugleich wuchs in mir die Neugier, wie unser Familienunternehmen in Frankfurt am Main diese Themen angeht. Und in dem Moment, als ich 2023 in den Vorstand unseres Familienunternehmens eintrat, veränderte sich die Perspektive.

Schon 2014 fing ich im Bankhaus Metzler an. Nach fast zehn Jahren im Geschäftsfeld Asset Management, dem Bereich, für den ich mich seit jeher begeistere, wurde ich in den Vorstand berufen - mit der Aufgabe, den Bereich weiterzuentwickeln und die Zukunft des Hauses mitzugestalten. Verantwortung fühlt sich anders an, wenn sie nicht mehr abstrakt ist.

Es ist nicht die Menge der Themen, die mich beschäftigt, sondern die Art, wie ich sie jetzt betrachte. Verantwortung wird konkret: Kunden, die Vertrauen schenken. Kolleginnen und Kollegen, die eine langfristige strategische Ausrichtung erwarten. Eine mehr als 350-jährige Unternehmensgeschichte, die man fortschreibt.

Ich habe großen Respekt vor dieser Aufgabe. Zugleich spüre ich, dass Vertrauen auch nach innen wirken muss: Vertrauen in das eigene Urteilsvermögen, in die Menschen, in das Team, in den Weg, den man gemeinsam geht. Dieses Vertrauen lässt sich nicht aus Büchern lernen. Es wächst mit jeder getroffenen Entscheidung und mit jedem Zweifel, den man überwindet.

Heute gehe ich gelassener mit Unsicherheiten um, weil ich weiß: Man kann sich auf vieles vorbereiten, aber nicht alles vorhersehen. Und das ist gut so. Denn nur wer bereit ist, in Verantwortung zu lernen, kann sie wirklich ausfüllen. Für mich bedeutet das: Verantwortung zu verstehen als Balance zwischen Tradition und Moderne, Erfahrung und Offenheit, zwischen Überzeugung und Neugierde.

Der Beitrag erschien zuerst in der WirtschaftsWoche am 08.02.26